Auch für Geimpfte und Genesene

Alle müssen sich testen: So läuft der Schulstart

Motiv: Portrait - Carola Scherbel  Foto: Martin Regner, gesp.29.08.2019
Carola Scherbel

RHV

E-Mail

12.1.2022, 06:04 Uhr
Schnelltest vor dem Unterricht. In den Schulen müssen sich zur Vorsicht vor der Omikron-Bedrohung jetzt auch geimpfte und genesene Schüler regelmäßig testen.

© Fleig / Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de Schnelltest vor dem Unterricht. In den Schulen müssen sich zur Vorsicht vor der Omikron-Bedrohung jetzt auch geimpfte und genesene Schüler regelmäßig testen.

Antje Döllinger, die Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamtes für Schwabach und den Landkreis Roth, ist beruhigt: "Momentan liegt die Zahl der positiv Getesteten bei unter einem Prozent aller Schüler." Also ein ruhiger Schulstart nach den Weihnachtsferien ins neue Jahr. Ob und wie viele Omikronfälle unter den positiven Tests sind, lasse sich noch nicht sagen. Denn im Moment werde noch geprüft, welche Testarten die neue Variante auswerten können. "Aber jeder Test ist besser als kein Test", sagt Antje Döllinger und zitiert damit auch die Haltung des Rother Gesundheitsamts.

Zeitversetzt testen

Nach wie vor gilt: Drei Mal in der Woche testen, entweder können die Schüler einen PCR- oder Antigen-Schnelltest vorzeigen oder sich vor Schulbeginn testen lassen. Dafür wurden die Regularien noch einmal modifiziert: "Die Kinder sollen sich in der Schule nicht alle gleichzeitig, sondern zeitversetzt testen", berichtet Döllinger von den Empfehlungen der jüngsten Videokonferenz mit Vertretern des Gesundheitsamtes.

Außerdem weist sie noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass es auch "Maskentragepausen" gibt. Soll heißen: "Wenn im Klassenzimmer gelüftet wird, können die Mittelschüler ihre FFP2- und die Grundschüler ihre OP-Masken ruhig ein paar Minuten lang abnehmen, kräftig durchatmen und erst dann wieder aufsetzen.

Das Schulamt arbeite außerdem noch mehr daraufhin, Gruppen zu verkleinern. Denn zum Beispiel Schwimmunterricht funktioniert nun mal nicht mit Maske. Um das Risiko zu verringern, werden die Schülergruppen noch kleiner. Und für Religions- oder Ethikunterricht will man versuchen, die Klassen beieinander zu lassen, um nicht noch mehr verschiedene Gruppen zu bilden. Gespräche laufen, sagt Döllinger. "Aber das wird nur nach Augenmaß und den örtlichen Bedingungen entschieden."

3G für Lehrer

Immer noch gehen ein paar Kinder und Jugendliche nicht in die Schule, "aber die Tendenz ist eher rückläufig", beobachtet die Schulamtsleiterin. Von den insgesamt etwas mehr als 8500 Grund- und Mittelschülern im Schulamtsbezirk sind es nur zehn, "die nicht in Präsenz am Unterricht teilnehmen und kein Attest vorweisen können". In ein bis zwei anderen Fällen seien die Schüler jetzt wieder da.

Für Lehrkräfte gelte weiterhin die 3G-Regel: Wer geimpft, genesen oder getestet ist, kann das Schulhaus betreten. Aber nur ganz wenige Kollegen seien nicht geimpft, unterliegen also der Testpflicht, weiß Döllinger. Und in diesen Fällen liegen gesundheitliche Gründe vor.

Für die Quarantäneregelungen gilt derzeit, "dass der oder die Sitznachbarin eines positiv getesteten Kindes nicht in Quarantäne gehen muss, wenn er oder sie durchgehend eine Maske getragen hat", berichtet die Chefin des Schulamtes. Neuerungen seien zwar in Aussicht gestellt, aber Informationen dazu gebe es vom Kultusministerium noch nicht.

"Noch" hat die Omikron-Bedrohung die Schulen im Landkreis und in Schwabach also noch nicht wirklich erreicht, stellt Antje Döllinger erleichtert fest. Aber von Normalität sind die Schulen natürlich weit entfernt. "Und Normalität wünschen wir uns."

Keine Kommentare