Dritter Staatspreis in kurzer Folge

Vom Kornhaus zu HopfenBierGut und Bierhotel: Spalt erhält den bayerischen Stadtmarketingspreis

RHV-Redaktion

25.10.2022, 19:00 Uhr
Spalts Bürgermeister Udo Weingart und Bierkönigin Johanna Merkenschlager (rechts) nahmen den Stadtmarketingpreis von Ministerialdirektorin Ulrike Wolf entgegen.

© Alexandra Beier, Wirtschaftsministerium Spalts Bürgermeister Udo Weingart und Bierkönigin Johanna Merkenschlager (rechts) nahmen den Stadtmarketingpreis von Ministerialdirektorin Ulrike Wolf entgegen.

Der Stadtmarketingpreis Bayern ist ein kommunaler Wettbewerb des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, mit dem Innovationen und Engagement im Bereich City- und Stadtmarketing in den bayerischen Kommunen gefördert werden. Die glücklichen Gewinner in den jeweiligen Größenkategorien kommen dieses Jahr aus Spalt (bis 12.000 Einwohner), Donauwörth (bis 20.000 Einwohner), Amberg (bis 70.000 Einwohner) und Nürnberg (mehr als 70.000 Einwohner), Sonderpreise gehen nach Marktredwitz und Lichtenfels. Insgesamt 44 Bewerber hatten sich heuer für die mittlerweile 11. Auflage des Wettbewerbs qualifiziert.

Die Trophäe für die knapp 5100 Einwohner zählende Hopfenstadt und das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro nahm Spalts Bürgermeister Udo Weingart (CSU) in Begleitung der Spalter Bierkönigin Johanna Merkenschlager entgegen. Nach dem Tierschutzpreis für das Rother Tierheim und dem Sportpreis für den Challenge-Triathlon ist es schon der dritte Staatspreis, der in den vergangenen Wochen in den Landkreis Roth gegangen ist.

Ein wichtiger Frequenzbringer

"Mit der zentralen Anlaufstelle HopfenBierGut stärkt die Stadt ihre Marke als Hopfen- und Bierstadt im Fränkischen Seenland und schafft einen wichtigen Frequenzbringer für die Innenstadt", begründete Martina Stutz vom Genossenschaftsverband Bayern als Laudatorin die Würdigung. "Die räumliche Zusammenarbeit von Stadt- und Tourismusmarketing ermöglicht dabei optimale Synergieeffekte. Das entstandene Netzwerk von Erzeugern, Händlern, Dienstleistern und Gastronomie eröffnet neue, interessante Kooperationen. Und die Ideen gehen nicht aus - wir sind gespannt auf das kommende Bierhotel!"

Zentrales Objekt des Spalter Stadtmarketings ist das historische, rund 500 Jahre alte Kornhaus. Im Zuge des integrierten Stadtentwicklungskonzepts mit Bürgerbeteiligung und vielen Partnern ist darin über mehrere Jahre das HopfenBierGut entstanden, das Stadtmarketing, Tourismus, Kultur, Genuss und ein Museum unter einem Dach verbindet. Seit 2015 finden Besucherinnen und Besucher im dortigen "Genussladen" regionale Produkte, buchen Kurse in der Bierwerkstatt oder nutzen Angebote wie Führungen.

Information, Gewerbe und Museum

"Das HopfenBierGut verbindet Erzeuger, Händler, Dienstleister und Gastronomie in einem Netzwerk", heißt es in der Projektbeschreibung. "Kooperationen mit Veranstaltern und Marktbetreibern entstehen. Neue Produktlinien werden geschaffen, Kleinmanufakturen gezielt gefördert und zum Beispiel direkt in spezielle Kulinariktouren eingebunden.

Durch die räumliche Nähe von Stadt- und Tourismusmarketing sei das HopfenBierGut die zentrale Anlaufstelle in der Innenstadt und erziele dort "eine erhebliche Mehrfrequenz". Diese trage zum Erhalt des Altstadtkerns bei und setze Impulse für höhere Aufenthaltsqualität und den Erhalt der Altstadthäuser.

Finanziert wurde der Umbau des Kornhauses vor allem durch Fördergelder. "Beim Kosten-Nutzen Verhältnis muss zwischen dem gewerblichen Bereich und dem Museum unterschieden werden", heißt es von Seiten der Stadt. "Der Nutzen für Anbieter, Handel und Gastronomie ist hoch, die Braukurse produktiv." Nur der Museumsbetrieb sei "aktuell noch defizitär". Und für das Bierhotel mit knapp 100 Betten, Wellnessbereich und einer kleinen Brauerei liegen bereits die Pläne vor.

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