Rückkehr in die Hiersemannhalle

Ambitioniert in der alten Heimat: Der HCE trifft auf Melsungen in Erlangen

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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18.10.2022, 14:59 Uhr
Jubeln geht nicht nur am Kurt-Leucht-Weg: Der HC Erlangen will auch in seiner einstigen Heimspielhalle erfolgreich bleiben.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Jubeln geht nicht nur am Kurt-Leucht-Weg: Der HC Erlangen will auch in seiner einstigen Heimspielhalle erfolgreich bleiben.

Wie man diese Atmosphäre genießt, weiß der an der Schillerstraße nach wie vor trainierende HCE aus der jüngeren Vergangenheit. Mitte Dezember glückte in der alten Heimat gegen Ligakontrahent Wetzlar ein fantastisches 31:19. Eine Welle aus Freude und Begeisterung schwappte von den Rängen auf die Platte. Und von dort zurück. Das Final Four, das der HCE anschließend erstmals erreichen sollte, war nach diesem außergewöhnlichen Spiel nur noch einen Sieg entfernt.

"Es ist eng, es ist hitzig"

Dass Erlangens Vorzeigeverein den Verband darum bat, gegen Melsungen in der zweiten Pokalrunde nun erneut erstklassigen Handball in der Hiersemannhalle anbieten zu können, überrascht folglich nicht. "Es ist immer etwas Besonderes vor unserem Stadtpublikum auflaufen zu können, in einem echten Heimspiel", sagt Raul Alonso. "Es ist eng, es ist hitzig. Das soll uns den nötigen Push geben", ergänzt der HCE-Coach.

Auseinandergesetzt mit den Nordhessen hat sich Alonsos Team erst kürzlich in Nürnberg. Die Stimmung? War Ende September beim 34:34 ebenfalls blendend, zumal ein unnachgiebiger HCE – am Kurt-Leucht-Weg gegen die Turngemeinde eigentlich durchgängig im Rückstand – sich den Punktgewinn erst in den Schlusssekunden sicherte.

Beim Wiedersehen mit Melsungen müsse sich seine Mannschaft erneut strecken. Noch mehr investieren. "Sie haben sich Woche für Woche mehr gefunden, ihre individuelle Klasse ist beeindruckend", sagt Alonso über den Pokalgegner, dessen Bundesliga-Platzierung als Tabellen-14. wenig über seine Qualität aussagen würde.

Gesunde Rückkehrer

"Wir müssen wirklich alles reinwerfen", betont Alonso vor dem erhofften Handballfest. Bauen kann er in Erlangens kombiniertem Wohn-und Arbeitszimmer dabei auf Klemen Ferlin, Manuel Zehnder, Christoph Steinert und Tim Zechel. Diese sind gesund und hochmotiviert von ihren Länderspielreisen zurückgekehrt.

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