Ein 30:27 mit gehörigen Anlaufschwierigkeiten

Nächster Heimsieg! Der HCE kriegt gegen den Bergischen HC noch die Kurve

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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6.10.2022, 20:47 Uhr
Schrei es laut: Nico Büdels Treffer waren am Ende siegbringend für den HCE. 

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Schrei es laut: Nico Büdels Treffer waren am Ende siegbringend für den HCE. 

Die elftägige Wettkampfpause hatten sie beim HCE gut genutzt. "Viel trainiert" hätte man, sagte Raul Alonso vor dem Duell mit dem Bergischen HC, aber auch "viele Dinge unter die Lupe genommen". Unter dem Brennglas war aufgefallen? "Dass wir unser Niveau wieder steigern, nicht erst in der Schlussphase richtig Gas geben müssen", erklärte Erlangens Coach. Und begründete ob der beiden letzten Partien so den Verbesserungsbedarf bei Frankens phänomenal in die Saison gestarteten Bundesliga-Handballern. Obwohl diese beim 30:27 (10:13) gegen den BHC den Auftrag ihres Trainers nicht erfüllten, bleiben letztlich doch wieder begeisternde Erlanger zu Hause ungeschlagen - und der Start in die Saison auch nach sieben Spielen ein fantastischer.

Während draußen das Herbstlaub flott von den Bäumen fiel, fiel das erste HCE-Tor in der Arena mit gewaltiger Verzögerung. Weil Erlangen zahlreiche Zuspiele und Abschlüsse ungenau gerieten und Christopher Rudeck im Löwenkäfig stark parierte, waren die Gäste mit 3:0 vorne, ehe Christoph Steinert Erlangen vom Siebenmeterstrich auf den Videowürfel brachte (7.).

Einem fahrigen HCE gelang nach vorne auch danach erschreckend wenig. Pech paarte sich mit Fehlern, klarste Chancen blieben weiter ungenutzt. Das in den ersten Partien vorhandene Selbstverständnis, in der Offensive planvoll und konsequent aufzutreten, schien wie weggeblasen.

Weil sich allerdings auch der BHC im Auslassen bester Torgelegenheiten betätigte, war der HCE-Rückstand kein hoffnungsloser. Jeppsson traf unter Mithilfe des Innenpfostens zum 5:9 (20.), Steinert nach Links gewieftem Pass wenig später zum 6:9. Erlangen probierte es mit viel Wucht, aber weiterhin geringer Zielsicherheit. Dass es 10:13 zur Pause hieß, war aus HCE-Sicht nach einer denkwürdigen ersten Hälfte die beste Nachricht.

Der zweite Durchgang begann nicht viel besser, sollte es aber rasch werden. Präziser im Abschluss und mit ganz viel Courage kämpfte sich Erlangen Tor um Tor heran. Aus einer zupackenden Abwehr heraus gelang nun auch das Tempospiel. Christopher Bissel traf zweimal. Nachdem ihm Sellin das nachgemacht hatte, stand ein 17:17 zur Buche und die Halle Kopf (34.). Nach Oblings Monsterparade gegen Tomas Babak, warf Bissel den HCE erstmals in Führung, 20:19 (43.).

Fehler machte Erlangen immer noch, fing dies aber mit enormer Kampfkraft und Bertram Obling auf. Steinerts Traumtor bedeutete in der 56. Minute das 27:26. Die Halle tobte, die Deckung arbeitete auf Hochtouren. Obling parierte vor 3674 nun hellauf begeisterten Zuschauern weiter, Büdels Treffer zum 28:27 und 29:27 waren siegbringend.

HC Erlangen: Ferlin, Obling; Zechel 7, Steinert 6/2, Büdel 4, Firnhaber 4, Bissel 3, Sellin 2, Metzner 2, Zehnder 1, Jeppsson 1.

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