Der Rechtsaußen gefällt gegen Wetzlar

Olsson obenauf: So schön siegte der HCE zum Auftakt

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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2.9.2022, 13:01 Uhr
Freude jetzt: Im Zuge seines zielsicheren Vortrages durfte sich Hampus Olsson an einem schönen Abend mehrmals freuen.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Freude jetzt: Im Zuge seines zielsicheren Vortrages durfte sich Hampus Olsson an einem schönen Abend mehrmals freuen.

Flotte Ballverteilung, flotter Abschluss, flotter Auftakterfolg: Nach dem 31:27 gegen die HSG Wetzlar waren sie beim HCE? Überaus zufrieden insgesamt. Einen Hauptverantwortlichen für den gelungenen Start-Ziel-Sieg wollte Raul Alonso folglich nur ungern ausmachen. Etwas, was angesichts der starken Erlanger Teamleistung verständlich war, angesprochen auf Hampus Olsson – mit acht Toren der beste Werfer – aber doch noch in ein Extralob münden sollte.

Verdienter Erfolg

"Hampus hat das heute sehr, sehr gut gemacht", bestätigte der Trainer also mit Blick auf den treffsicheren Rechtsaußen. "Gute, schnelle Gegenstöße und eine starke zweite Welle. Wir haben vor allem sechzig Minuten gekämpft. Das hat uns und mir die Tore ermöglicht", kommentierte dies der Angesprochene.

"Wir sind natürlich überglücklich. Von der ersten Minute an haben wir das Spiel extrem professionell und ernst genommen", resümierte Alonso nach dem überaus verdienten Erfolg gegen die Mittelhessen.

Anschließend an eine überzeugende Abwehr- und Torhüterleistung – auch Klemen Ferlin verdiente sich mit 15 Paraden ein Trainerkompliment – hätte Olsson in einem starken Kollektiv "wie alle anderen auch einen klasse Job gemacht".

Die Teamleistung erachtet auch der Schwede als wesentlichen Trumpf. "Heute habe ich ein gutes Spiel gemacht, das nächste Mal macht es Johannes Sellin. Wichtig ist die Mannschaft", sagt der sympathische Tempohandballer, wenn er über Erlangens Stärke auf der Rechtsaußen-Position spricht - und über Erlangens Stärke im Angriff generell.

Rein damit: Gegen die Gäste aus Mittelhessen war der Schwede Erlangens bester Werfer. 

Rein damit: Gegen die Gäste aus Mittelhessen war der Schwede Erlangens bester Werfer.  © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Die neugewonnene Variabilität dort ist eine, die sie auch nach dem Wetzlar-Sieg weiterentwickeln wollen. Der Tatoofreund aus Trelleborg prägte diese am Donnerstag entscheidend mit. Auch in Phasen, in denen unnötige technische Fehler es für Erlangen etwas schwerer machten, Wetzlar wieder herankommen ließen, bewahrte der seit wenigen Tagen 28-Jährige seine Leichtigkeit im Vorwärtsgang. Und paarte sie mit Entschlossenheit und Präzision im Abschluss.

"Das wäre ein Extra-Bonus"

Dass den Schweden entsprechende Auftritte auch für seine Nationalmannschaft interessant machen dürften, beschäftigt diesen – zuletzt bei der EM im Januar beim späteren Titelträger nachnominiert – nicht vorrangig. "Das wäre ein Extra-Bonus. Ich konzentriere mich auf den HC Erlangen", sagt Olsson.

Das schnellere, torreichere Spiel - bewirkt auch durch die Regeländerungen in der Bundesliga – liegt Erlangens Außenbahn-Akteur jedenfalls. "Sie gefallen mir", bestätigt das Olsson. "Wir werden das heute genießen", sagte dessen Trainer nach dem Gute-Laune-Spiel. Und klang wie Erlangens Rechtsaußen nach einem flotten Auftakterfolg ähnlich zufrieden mit sich und dem Rest der Handballwelt.

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