Hilfsaktionen

Spenden für die Ukraine: So kann man in Stadt und Landkreis Fürth helfen

Claudia Ziob
Claudia Ziob

Lokalredaktion Fürth

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12.3.2022, 18:20 Uhr
Die AGNF hat am Mittwoch am Fürther Impfzentrum den ersten Transporter beladen, am Freitag kamen die medizinischen Hilfsgüter in dem Krankenhaus bei Kiew an. Weitere Lieferungen sind geplant.

© Tim Händel Die AGNF hat am Mittwoch am Fürther Impfzentrum den ersten Transporter beladen, am Freitag kamen die medizinischen Hilfsgüter in dem Krankenhaus bei Kiew an. Weitere Lieferungen sind geplant.

AGNF/Medizinische Hilfe: Die Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth (AGNF) sammelt mit einem Kooperationspartner, der Non-Profit-Organisation ITLS, Geldspenden. Davon werden Medikamente und medizinisches Material für die Versorgung von Schwerverletzten besorgt, die dann in die Ukraine gebracht werden. 40.000 Euro sind schon zusammengekommen, etwa die Hälfte davon floss in einen ersten Hilfstransport zu einem Krankenhaus im Großraum Kiew. In dem Krankenhaus müssen neben kranken Kindern und Erwachsenen zunehmend verletzte Zivilisten und Soldaten behandelt und auch operiert werden - unter schwierigsten Bedingungen. Der erste Transporter kam am Freitag an, er war mit 1,5 Tonnen Hilfsgütern beladen, in den Paketen waren vor allem Infusionen, Schmerzmittel, Antibiotika, Materialien zur Wundversorgung, Schutzkleidung und Desinfektionsartikel. Das Fürther Klinikum unterstützte die Aktion und gab eigenes Material ab. Weitere Lieferungen sind geplant - möglicherweise auch zu anderen Krankenhäusern.

Spendenkonto: AGNF, Stichwort "Ukrainehilfe", IBAN: DE66 7606 9559 0003 2784 84. Spenden sind auch über Paypal möglich. Mehr Informationen gibt es auf der Facebook-Seite der AGNF.

Frankenkonvoi: Die Organisation des Fürthers Tom Geisbüsch unterstützt Geflüchtete in mehreren Ecken der Welt. Zusammen mit befreundeten Organisationen will sie nun im polnischen Radymno in Abstimmung mit Hilfsinitiativen vor Ort bei der Versorgung der Menschen mit anpacken, die über die Grenze kommen. Auch in der Ukraine selbst, in der Nähe von Lwiw, will man tätig werden und Verteilstellen für die Bevölkerung vor Ort beliefern. Dafür werden Geldspenden gesammelt, mehr als 27.000 Euro kamen schon zusammen. Sachspenden werden derzeit nicht angenommen. Das Team recherchiert immer erst vor Ort, womit es am besten helfen kann. Mehr Informationen gibt es auf der Facebook-Seite Frankenkonvoi.

Spendenkonto: Frankenkonvoi e. V., Betreff: Ukraine-Hilfe; IBAN: DE36 7625 0000 0040 8462 89. Oder: paypal.me/frankenkonvoi.

Grüner Baum: Die Annahme von Sachspenden ist beendet. Es soll ein neues Projekt für Geflüchtete entstehen (mehr Informationen folgen). Marta, eine Fürtherin mit weißrussischen Wurzeln, hatte in dem Gasthaus in der Fürther Gustavstraße zusammen mit Mia Stadelmann und vielen Helferinnen und Helfern Sachspenden gesammelt, die an die ukrainische Grenze gebracht werden. Bilder von der Aktion findet man in der Facebook-Gruppe "Wohin in Fürth?"

Zwölf Tage lang konnten im Saal des Gasthauses "Grüner Baum" Sachspenden abgegeben werden. Jetzt ist die Sammlung dort beendet.

Zwölf Tage lang konnten im Saal des Gasthauses "Grüner Baum" Sachspenden abgegeben werden. Jetzt ist die Sammlung dort beendet. © Foto: Tim Händel

Nehemia Team Fürth: Unter dem Dach des Nehemia International Network werden seit Jahren Entwicklungsprojekte in Uzhgorod im Westen der Ukraine aufgebaut, auch das Fürther Team engagiert sich dort. Aktuell bittet es um Geldspenden für die ukrainischen Kollegen, die momentan Aufnahmemöglichkeiten für Kriegsflüchtlinge schaffen. Das Fürther Team plant auch einen Hilfstransport mit der "Oase Hersbruck", dabei sollen vor allem Betten, Matratzen und Ähnliches geliefert werden. Mehr Informationen gibt es hier.

Spendenkonto: nehemia team e. V., Betreff: Ukraine; IBAN: DE32 7625 0000 0380 0729 18.

Lichtblick/Stadt Stein: Die Stadt Stein hat mit dem Sozialverein Lichtblick eine Annahmestelle für Hilfsgüter eingerichtet. Zu finden ist sie bei der Steiner Tafel in der Hauptstraße 53. Annahmezeiten: voraussichtlich Dienstag und Donnerstag jeweils von 17 bis 19 Uhr. Benötigt werden Hygieneartikel (originalverpackt) wie Zahnpasta, Zahnbürsten, Shampoo, Duschgel, Feuchttücher, Einlagen sowie Babywindeln und Babynahrung, Taschenlampen, Batterien, Kerzen, Lebensmittel (Konserven, Fertiggerichte, Energieriegel, Nüsse), Mineralwasser, Schlafsäcke, Isomatten, Decken, isolierende Wärmedecken, Winterjacken und Regenmäntel.

Unterstützen kann man die Aktivitäten auch über das Spendenkonto: Sozialverein Lichtblick Stein e. V., Betreff: Ukraine-Hilfe; IBAN: DE13 7606 9559 0001 4826 10.

Die Stadt Stein hat zudem eine Koordinatorin eingesetzt, um weitere Hilfsaktionen abzustimmen: Tel. (09 11) 68 01 99 99 (Mo. bis Fr., 8 bis 12 Uhr), ukrainehilfe@stadt-stein.de

Caritas: Die Fürther Caritas bittet um Geldspenden für Caritas International. Die Organisation sei in Polen und in der Ukraine stark vertreten und hilft bei der Versorgung der Kriegsflüchtlinge, sagt Michael Bischoff, Geschäftsführer der Fürther Caritas.

Online-Spendemöglichkeit: www.caritas-international.de/hilfeweltweit/europa/ukraine/inlandsvertriebene

Freude für alle: Die Hilfsaktion unseres Medienhauses, des Verlags Nürnberger Presse, unterstützt Geflüchtete, die in Franken Schutz suchen.

Spendenkonto: Freude für alle, Betreff: Ukraine-Flüchtlinge; IBAN: DE63 7605 0101 0001 1011 11.

Stadt Fürth: Die Stadt Fürth richtet selbst keine Sammelstellen ein, aber unter fluechtlingshilfe@fuerth.de kann man Hilfsangebote (Sachspenden, Transport, Geldspenden, sonstige Unterstützung) melden, sie werden dann an die richtige Stelle weitergeleitet. Wohnungsangebote können unter www.fuerth.de/wohnraumboerse mitgeteilt werden. Hilfreich sind vor allem Angebote, die eine längerfristige Perspektive haben. Auch ein Servicetelefon gibt es: Unter der Rufnummer (0911) 974-3787 können sich Bürgerinnen und Bürger von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 14 Uhr mit Fragen, Anregungen und Angeboten bei der Stadt melden.

Das Rathaus hat ein Spendenkonto eingerichtet: Stadt Fürth, Betreff: VW50.8000.0000 „Hilfe Ukraine“; IBAN: DE93 7625 0000 0000 0000 18.

Landkreis Fürth: Das Landratsamt sammelt Verbandskästen, die in die Ukraine gebracht werden: In den Dienststellen in Zirndorf, Im Pinderpark 2, und am Fürther Stresemannplatz kann man Kfz-Verbandskästen – auch mit abgelaufenem Material – in bereitgestellten Boxen abgeben.

Konkrete Hilfsangebote kann man außerdem unter der E-Mail-Adresse ukrainehilfe@lra-fue.bayern.de melden, damit das Landratsamt sie bündeln und unterstützen kann. Auch Wohnraumangebote helfen - vor allem Angebote mit längerer Perspektive. Das Landratsamt sucht aktuell vor allem Menschen, die Ukrainisch oder Russisch sprechen und als Sprachhelfer zur Verfügung stünden, sowie Ehrenamtliche, die beim Erlernen der deutschen Sprache, in der Seelsorge oder bei der Kinderbetreuung helfen können. Auch Geflüchtete und Menschen, die Geflüchtete aufgenommen haben, können sich mit Anfragen an diese E-Mail-Adresse wenden. Mehr Informationen gibt es hier.

Der Artikel wurde am 12. März aktualisiert.

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