Der HCE ärgert sich in Flensburg

"Das tut wieder brutal weh": Heiny hadert mit der Niederlage des HC Erlangen

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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13.11.2022, 10:26 Uhr
Ich muss hier durch: Bereits gegen den HSV Hamburg suchte Erlangens Sommerzugang Lutz Heiny bereits oft erfolgreich den Weg zum Tor.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Ich muss hier durch: Bereits gegen den HSV Hamburg suchte Erlangens Sommerzugang Lutz Heiny bereits oft erfolgreich den Weg zum Tor.

Ein bisschen fühlte sich Lutz Heiny an das Auswärtsspiel in Hannover erinnert. Dass es erneut keine angenehme Erinnerung war, über die der Sommerzugang des HC Erlangen berichten sollte, wurde nach der erneut knappen Auswärtsniederlage ziemlich flott dann deutlich.

"Das tut wie in Hannover, wo wir den Sack nicht zumachen, wieder brutal weh", klagte der 27-Jährige. Die Mannschaft hätte sich zerrissen, "wir sind total online, haben alle Karten in der Hand, schaffen es aber nicht, den einen nächsten Schritt zu gehen", haderte Heiny nach dem Aufheulen der Schlusssirene.

In Hannover bereits, gegen Hamburg und jetzt in der Flens-Arena, bekannt auch als "Hölle Nord", hatte Heiny zuvor jeweils vier Treffer erzielt. Überdies mit großer Beweglichkeit und erheblichem Vorwärtsdrang aufgewartet. An einer Solokritik war dem Neu-Erlanger jedoch nicht gelegen. Der Mannschafterfolg ist das, wovon Heiny mittlerweile auch selbst profitiert.

Ein neues Leistungslevel

"Er ist ein vielseitiger, athletischer und schneller Rückraumspieler." So hatte HCE-Coach und Sportdirektor Raul Alonso die Vorzüge des durchsetzungsstarken Neuen im Sommer seinerzeit beschrieben, Im Training und auf der Ersatzspielerbank hat sich Heiny seitdem stets reingehauen. Mitgeholfen, die Leistungsfähigkeit der immer noch erfreulich gut platzierten Franken auf ein neues Niveau zu heben.

Was den HCE abseits seiner nun drei Auswärtsniederlagen so erfolgreich macht? "Dass wir nun anfangen, zu rotieren und dabei nicht an Rhythmus und Torgefahr einbüßen", sagt Heiny, den das hohe Leistungslevel im Team nun häufigere Spielzeit verschafft.

"Natürlich haut das einen um"

Weil sich Erlangen inzwischen immer mehr selbst zutraut, mehr von sich erwartet, wollte Heiny seine Enttäuschung in Flensburg auch gar nicht verhehlen. "Natürlich haut das einen um, wenn man so knapp verliert wie heute", weigerte er sich, schnell über das negative Ergebnis hinwegzugehen. "Es hätte sich keiner gewundert, wenn das mit Plus eins für uns ausgeht. Wir glauben extrem an unsere Stärke", erklärte Erlangens redegewandter Rückraumlinker nach dem 29:31 (13:15).

Hält der Heimnimbus auch gegen Kiel?

Umwerfen wird die Niederlage in der Punktestadt in dieser Saison rasante Erlanger jedoch nicht, ist sich Tempohandballer Heiny sicher. Zu Hause ist sein HCE bislang sogar noch unbesiegt. Dass das auch nach der Auseinandersetzung mit Rekordmeister Kiel am Mittwoch (20.30 Uhr, Sky) so ist, ist zumindest mit Blick auf Heiny keine verrückte Fantasie mehr wie vielleicht in den Vorjahren. Mit seinem Ex-Verein Lübbecke hatte dieser als absoluter Leistungsträger beim historischen Heimsieg gegen Kiel einst sieben Treffer markiert.

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