Der Coach warnt vor dem Gegner

Zu Gast bei einem Aufsteiger: Bleibt der HCE erfolgreich?

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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16.9.2022, 12:59 Uhr
Kennt die Voraussetzungen dafür, wie man Erlangens traumhafte Startbilanz in der Bundesliga weiter verschönert: Trainer Raul Alonso.  

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Kennt die Voraussetzungen dafür, wie man Erlangens traumhafte Startbilanz in der Bundesliga weiter verschönert: Trainer Raul Alonso.  

Drei Spiele, drei Siege. Eine dicke Lippe will Raul Alonso vor der vermeintlich leichtesten Aufgabe bislang, der Partie beim ASV Hamm-Westfalen am Samstag (18.30 Uhr, Sky), trotzdem nicht riskieren. Zumal der Trainer des grandios in die Saison gestarteten HC Erlangen die Aufgabe beim Aufsteiger keinesfalls als leicht ansieht.

"Alle 18 Bundesliga-Mannschaften sind brandgefährlich. Es wäre anmaßend und respektlos, jetzt jeden Gegner anders einzustufen", schiebt Alonso die Favoritenrolle rigoros zurück. Und erklärte im Anschluss auch, warum. "Hamm hat eine andere Zielsetzung als Kiel oder Magdeburg. Und kann an einem guten Tag dennoch eine unglaubliche Leistung bringen. Gerade zu Hause und zu Anfang der Saison. Das sind ganz, ganz schwierige Spiele."

Strapaziöser Samstag?

Wie anstrengend so eine Partie bei einem Aufsteiger besonders zu Beginn der Bundesliga-Runde werden kann, musste der HCE in der vergangenen Spielzeit am eigenen Leib erfahren. Beim TuS N-Lübbecke war Erlangen damals nur hauchzart vorne. Entsprechend große Strapazen erwartet Alonso auch am Samstag, wenn man eine ASV-Mannschaft trifft, welche "die Emotionen und Euphorie nach der Bundesliga-Rückkehr mitnehmen möchte".

Dem ersten Saisonsieg, der nach elfjähriger Erstliga-Abwesenheit die entsprechende Euphorie zusätzlich befördert hätte, sehr nah war Hamm am Sonntag. Obwohl das von Michael Lerscht trainierte Team das Aufsteigerduell in Gummersbach nach einem Fünf-Tore-Rückstand zur Pause eindrucksvoll gedreht hatte, beklagte man mit Aufheulen der Schlusssirene eine 28:29-Niederlage.

Bornemann, Savvas und die Breite

Seine Mannschaft, sagt Raul Alonso, müsse sich gleichwohl für eine "hitzige, unangenehme Atmosphäre" in der Arena an der Ostwennermarstraße wappnen. Gefasst sein dort auf erbitterte Gegenwehr des Kontrahenten, bei dem nicht nur Andreas Bornemann und ASV-Rückkehrer Savvas Savvas aus dem Rückraum feuern. Hamm habe ein Team, das "in der Breite gut besetzt und physisch stark ist, dynamischen Handball spielt und gute Ideen hat", erläutert der Coach die übergreifenden Qualitäten des Allgemeinen Sportvereins.

Maximale Einsatzbereitschaft gegen den Aufsteiger - als "Paradebeispiel" dafür diente gegen Göppingen Kapitän Christopher Bissel, der nach seinem Umknicken in Stuttgart wenige Tage zuvor prompt wieder dienstfähig war - setzt der HCE-Trainer für die Herausforderung in Hamm voraus. "Wer jetzt meint, wir gehen das mal mit Halbgas an, wird bei mir auf Gegenwind stoßen", verspricht Erlangens Trainer.

"Wir werden uns so gut vorbereiten wie noch nie. Weil wir das immer machen so machen", sagt Alonso. Und beschreibt damit auch die Voraussetzungen dafür, wie an der Lippe der vierte Sieg im vierten Spiel folgen könnte.

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