Gefährliches Winterwetter

Eine Menge Glatteisunfälle in Erlangen und ERH

Redaktion Nordbayerische Nachrichten

Nordbayerische Nachrichten

21.1.2022, 11:20 Uhr
Um eine Menge Verkehrsunfälle musste sich die Polizei nach dem Wintereinbruch am Donnerstag kümmern.

© Stefan Hippel, NN Um eine Menge Verkehrsunfälle musste sich die Polizei nach dem Wintereinbruch am Donnerstag kümmern.

Der plötzlich einsetzende Schneefall am Donnerstagnachmittag führte innerhalb kürzester Zeit zu mehreren Unfällen rund um Erlangen. Kurz nach Beginn der Schneefälle ereigneten sich ab 11.25 Uhr binnen 30 Minuten fünf Verkehrsunfälle. Drei Personen wurden leicht verletzt. Der Gesamtschaden liegt bei rund 45.000 Euro.

Ins Schleudern geraten

Zunächst kam der Fahrer eines Pkw auf der A 3 kurz vor der Anschlussstelle Nürnberg-Nord ins Schleudern und prallte gegen einen Lkw. Weitere Autofahrer rammten aufgrund Schneeglätte rund um Erlangen Verkehrszeichen oder Schutzplanken. Auf dem Overfly am Autobahnkreuz Fürth/Erlangen kam ein Kleintransporter ins Rutschen, kollidierte mit einem Pkw und kam dann in die Außenschutzplanke. Dabei wurden beide Insassen im Fahrzeug der Verursacherin leicht verletzt. Kurz darauf fuhr eine 45-jährige zwischen Erlangen-Bruck und Autobahnkreuz mit ihrem Pkw auf ein Fahrzeug am Stauende auf. Dabei wurde ein Beifahrer leicht verletzt.

Nicht angepasste Geschwindigkeit

In der Nacht auf Freitag befuhr ein 57-Jähriger die Straße von Großgeschaidt in Richtung Kalchreuth. In der langgezogenen Linkskurve kam er aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit an die schneebedeckte Fahrbahn nach rechts von der Straße ab. Der Pkw prallte gegen einen Hydranten und ein Verkehrsschild und kam erst im angrenzenden Gartenzaun eines privaten Anwesens zum Stehen. Glücklicherweise wurde der Fahrer bei dem Verkehrsunfall nicht verletzt. An seinem Pkw entstand heftiger Sachschaden

Ins Rutschen geraten

Auch im Raum Höchstadt krache es überproportional häufig: Am Donnerstagabend, gegen 18.30 Uhr, fuhr eine 23-Jährige aus dem Landkreis ERH mit ihrem VW von Höchstadt kommend nach Kleinneuses. Auf der abschüssigen Straße geriet sie infolge spiegelglatter Fahrbahn ins Rutschen und kam nach rechts teilweise von der Fahrbahn ab. Die junge Frau brachte ihr Fahrzeug zunächst ohne Schaden zum Stehen, allerdings ragte das Fahrzeugheck noch in die Fahrbahn. Hinter ihr kam ein 62-Jähriger mit seinem Seat ebenfalls ins Rutschen und konnte einen Zusammenstoß mit dem in die Fahrbahn hineinragenden Heck nicht mehr vermeiden. Die junge Frau erlitt leichte Verletzungen. An den beiden Fahrzeugen entstanden erhebliche Schäden, so dass die Autos abgeschleppt werden mussten. Der Schaden wird insgesamt auf etwa 8000 Euro geschätzt.

Linienbus schlittert auf Pferdekoppel

In Krausenbechhofen fuhr am Donnerstag um die Mittagszeit eine 56-Jährige aus Höchstadt mit einem Linienbus auf der Ortsverbindungsstraße von Krausenbechhofen in Richtung Poppenwind. In einer Rechtskurve brach das Heck des Omnibusses durch Schneeglätte nach links aus. Der Bus geriet mit dem linken Reifen ins Bankett, worauf die Fahrzeugführerin die Kontrolle verlor. Der Omnibus rutschte nach rechts in den Graben, durchbrach einen Weidezaun und kam auf einer Pferdekoppel zum Stehen. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich vier Schülerinnen mit im Bus. Sie wurden mittels eines anderen Omnibusses nach Hause gebracht. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand, der Schaden am Bus liegt bei rund 7000 Euro, am Weidezaun und der Grünfläche des Grundstückseigentümers entstanden Schäden in Höhe von etwa 800 Euro.

Holzgeländer verholzt

Auch in Burgweisach bei Vestenbergsgreuth knallte es: Am Donnerstagmittag befuhr ein 36-Jähriger aus Nürnberg mit einem Lkw der Marke MAN die Kreisstraße von Kleinweisach nach Dutendorf, als er aufgrund von Schneeglätte ins Rutschen kam. In der Folge stieß er mit der Fahrzeugfront gegen ein neben der Fahrbahn befindliches Holzgeländer und einen Leitpfosten. Verletzt wurde niemand. Es entstand allerdings Schaden von über 1000 Euro.

In Unterwinterbach nahe Vestenbergsgreuth geriet um die Mittagszeit ein 44-Jähriger aus dem Landkreis Bamberg mit seinem Seat aufgrund schneeglatter Fahrbahn ebenfalls ins Rutschen. Am Ortsausgang von Unterwinterbach in Richtung Lonnerstadt streifte er zum Glück nur eine Warnbarke in einer Rechtskurve. Verletzt wurde niemand. Am Pkw entstand allerdings Sachschaden in Höhe von rund 2000 Euro.

BMW überschlägt sich

Sachschaden in fünfstelliger Höhe und ein Verletzter bei Pommersfelden: Schneeglätte wurde im Kurvenbereich kurz vor dem Ortseingang Weiher einem Autofahrer am Donnerstagvormittag zum Verhängnis. Der 28-Jährige verlor die Kontrolle über seinen BMW und prallte zunächst in die Leitplanke. Anschließend überschlug sich das Fahrzeug und kam hinter der Leitplanke zum Stehen. Leicht verletzt musste der 28-Jährige durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Abschleppdienst barg den total beschädigten Pkw, der Schaden liegt bei etwa 15.000 Euro. Die Reparaturkosten für vier beschädigte Leitplankenfelder und einen umgefahrenen Leitpfosten werden auf etwa 1000 Euro geschätzt.

Vorfahrt missachtet

Am Donnerstagnachmittag wollte ein 40-jähriger Opel-Fahrer bei Pommersfelden von der Staatsstraße 2263 nach links auf die Staatsstraße 2285 abbiegen. Dabei übersah er den vorfahrtsberechtigten Pkw eines 54-Jährigen. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge, die dabei jeweils total beschädigt wurden. Ein Abschleppunternehmen musste an die Unfallstelle gerufen werden, um die Autos abzuholen. Zwei leicht verletzte Personen sowie Sachschaden in Höhe von etwa 30.000 Euro sind die Bilanz


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