Ruth scheiterte mit Vorstoß

Uttenreuther Modell ist vorerst vom Tisch

Manfred Leuthel

1.6.2022, 16:25 Uhr

© Hans-Joachim Winckler

Nach Angaben von Bürgermeister Frederic Ruth ist der alte Beschluss jedoch nicht mehr ausreichend, die Flächen für den Bedarf von jungen Familien und Menschen mit geringem Einkommen zu gewährleisten. Bisher seien alle Modelle zur kommunalen Baulandentwicklung wie Ankauf zu Marktpreisen und Aufzahlungspflicht nicht ausreichend, so der Rathauschef.

Aus diesem Grund sei als Instrument für die Gemeinde im Zusammenhang mit der Baulandentwicklung und der Schaffung von Wohnraum ein weiteres Werkzeug notwendig, so der Bürgermeister. Auch deshalb, weil gemeindeeigene Flächen noch nicht bebaubar seien oder im Bebauungsplan ausgewiesene Flächen nicht erworben und entwickelt werden könnten.

Ausgewogene Entwicklung als Ziel

Mit dem Grundsatzbeschluss sollte nun eine Möglichkeit geschaffen werden, das die Lösung der Probleme mit Kauf durch die Gemeinde, Ausweisung als Bauland und Wertsteigerung der Flächen, ermöglicht. Durch die Ablehnung des Antrags der Verwaltung ist nun das sogenannte „Uttenreuther Modell zur sozial gerechten Bodennutzung und Baulandentwicklung" erst einmal vom Tisch.

Mit der Einführung des Modells wollte die Gemeinde ein klares Zeichen nach außen und Verlässlichkeit und Transparenz schaffen. Ziel der Baulandentwicklung sollte es ein, nicht die Eigentumsmehrung einzelner, sondern eine ausgewogene Entwicklung für alle zu erreichen. Dabei sollte auch sichergestellt werden, dass der Eigentümer von möglichem Bauland an einer angemessenen Wertsteigerung partizipiert.

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