Hund, Katze, Kaninchen

Vorsicht, giftige Pflanzen! Das sollten alle Tierbesitzer wissen

Alice Vicentini

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24.5.2022, 09:47 Uhr
Viele Pflanzen sind für Haustiere nicht geeignet. Denn sie können dauerhafte Schäden hervorrufen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen.

© Eva Blanco via www.imago-images.de Viele Pflanzen sind für Haustiere nicht geeignet. Denn sie können dauerhafte Schäden hervorrufen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen.

Nicht nur Lebensmittel wie Avocado und Schokolade, sondern auch Pflanzen verschiedener Art können Haustiere krank machen oder sogar töten. In manchen Fällen reicht es schon, wenn das Tier die Pflanze anknabbert. Deshalb sollten sich Katzen- und Hundebesitzer darüber informieren, welche Pflanzen für ihre Vierbeiner geeignet sind und welche nicht. In der Regel ist Ihr Vierbeiner im Wald am sichersten, dennoch ist besonders bei neugierigen Welpen auch dort Vorsicht geboten.

Gefahr im Garten

Erst im Frühling und im Sommer, wenn das Wetter gut ist, beschäftigen sich viele Menschen mit ihrem Garten, um aus ihm wieder ein Paradies zu machen. Dazu gehören natürlich viele Arbeiten. Erst nachdem die Beete und der Rasen von den Überbleibseln des Winters befreit sind, darf munter gegraben, gesät und gedüngt werden. Dann wachsen allerlei Gemüse-, Obst-, Kräuter- und Pflanzensorten bis in den Sommer hinein heran.

Doch wer Haustiere besitzt, sollte wissen, dass viele hübsche Pflanzen Gefahren für Hunde und Katzen bergen. Zu den giftigen Pflanzen gehören Clematis, Efeu, Buchsbaum, Oleander, Hortensien und gewisse Frühlingsblumen wie der Krokus, Maiglöckchen und Narzissen.

Gefahr in der Wohnung

Für eine besonders schöne und gemütliche Atmosphäre in Haus oder Wohnung sorgen Zimmerpflanzen. Sie sind in der Regel leicht zu pflegen, sprechen jedoch auch oft Katzen an, die daran eine Knabbern-Möglichkeit sehen. An Ficus Benjamini oder Yucca-Palme zu knabbern, kann es bei Katzen nicht immer so harmlos enden. In der Tat rufen diese Pflanzen bei Tieren eine Magen-Darm-Störung hervor. Katzen müssen sich übergeben, zittern, taumeln und weisen geweitete Pupillen auf. Eine derartige Pflanzenvergiftung kann Schäden am Nervensystem, dauerhafte Leber- und Nierenschäden sowie eine Schädigung der roten Blutkörperchen nach sich ziehen.

Auch Kaninchen oder andere Nagetiere finden Pflanzen ansprechend. Läuft Ihr Tier frei in der Wohnung, während Sie bei der Arbeit sind, herum, versichern Sie sich, dass keine Pflanzenblätter auf dem Boden liegen. Eine ausgewogene Ernährung soll in diesem Fall ausreichen, um das Pflanzengrün weniger attraktiv zu machen.

Was tun bei Vergiftungen

Wenn sich erste Anzeichen einer Vergiftung bei Hunden oder Katzen zeigen, muss das Tier umgehend zum Tierarzt gebracht werden. Als erste Notfallmaßnahme greifen viele Tierhalter auf Kohletabletten zurück, denn sie binden die Giftstoffe im Körper.

Zimmerpflanzen, die für Haustiere ungeeignet bzw. gefährlich sind: Wurzeln von Alpenveilchen, Gummibaum und andere Ficus-Arten, Philodendron, Weihnachtsstern, Drachenbaum, Yuccapalme, Calla, Amaryllis und viele mehr. Bei Wildpflanzen sind es: Farn, Königskerzen, Buchsbaum (hochgiftige Alkaloide), Fingerhut, Maiglöckchen, Holz vom Holunder, Lilien, Narzissen, Efeu, Trompetenbaum, Robinie, Eibe, Blauregen, Goldregen, Herbstzeitlose, Oleander, Lupine, Rhododendron, Azalee, Mistel und viele mehr.

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