Umweltverschmutzung

Polizeibericht Nürnberg: Täter kippen Giftfässer in die Natur

Das "Original": NN-Redakteur Alexander Brock.
Alexander Brock

Lokales

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22.6.2022, 16:05 Uhr
Unbekannte stellten marode Fässer mit Lösungsmitteln auf einem Feldweg ab.

© Friso Gentsch/dpa/Symbolbild Unbekannte stellten marode Fässer mit Lösungsmitteln auf einem Feldweg ab.

Die Umweltsünder kamen irgendwann zwischen dem 17. und dem 18. Juni mit ihrem Fahrzeug auf einen Land- und forstwirtschaftlichen Feldweg bei Nürnberg-Kleingründlach. Laut Polizei stoppten sie im Bereich der "Hohen Weiden" in der Nähe der Brucker Straße und dem Obermühlweg. Hier luden die Täter neun sogenannte Spunddeckelfässer ab. Dabei handelt es ich um sieben Metallfässer mit einem Volumen von 200 Litern und zwei 60-Liter-Fässer. Dann suchten die Unbekannten das Weite.

Sie hinterließen Fässer, die sich zum Großteil in einem maroden Zustand befanden. Die Behälter waren bereits stark korrodiert, wobei aus einem Fass bereits der Inhalt austrat. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Nürnberg hoben den kontaminierten Boden aus. Die Fässer wurden von der Feuerwehr an einen ordnungsgemäßen Aufbewahrungsort gebracht und dort von der Polizei sichergestellt.

Fässer stammen aus Handwerksbetrieb

Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes stellten dann fest, dass es sich bei dem Inhalt vorwiegend um Lösemittel handelte, die in Lackier- und Malerbetrieben oder auch in Druckereien verwendet werden. Das Fachkommissariat für Umweltstraftaten der Nürnberger Kriminalpolizei sucht Zeugen - verbunden mit folgenden Fragen:

Welcher Spaziergänger oder Landwirt hat in der Zeit vom 17. bis 18. Juni verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der "Hohen Weiden" in Kleingründlach (Brucker Straße/Obermühlweg) wahrgenommen? Bei welchen Nachbarn sind derartige niedergelassene oder mittlerweile aufgegebene Betriebe bekannt?

Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112 - 3333 entgegen.

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