Krieg gegen die Ukraine

Selenskyj geht gegen russisch-orthodoxen Kirche vor

2.12.2022, 07:18 Uhr
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will gegen den Einfluss der russisch-orthodoxen Kirche in der Ukraine vorgehen.

© Ukraine Presidency/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will gegen den Einfluss der russisch-orthodoxen Kirche in der Ukraine vorgehen.

+++ Die Ukraine müsse ihre Unabhängigkeit auch auf religiösem Gebiet verteidigen, sagt der Staatschef in einer Videobotschaft. "Wir werden niemals irgendjemandem erlauben, ein Imperium innerhalb der ukrainischen Seele zu bilden." Das Moskauer Patriarchat der russisch-orthodoxen Kirche hat traditionell starken Einfluss in der Ukraine und beansprucht dort zahlreiche Heiligtümer.

+++ Die Ukraine sucht zur Reparatur ihres durch russische Angriffe beschädigten Stromnetzes dringend Transformatoren - neu oder gebraucht. Dabei hoffe das Land auch auf Hilfe von Firmen und Gemeinden aus Deutschland, sagt die frühere Parlamentsabgeordnete Viktoria Wojzizka der Deutschen Presse-Agentur. Die vielen Notstromaggregate, die jetzt in die Ukraine geschickt würden, seien eine Hilfe nach mehr als neun Monaten Krieg, so Wojzizka. Sie lösten aber das Problem des Stromnetzes nicht.

+++ Die EU-Kommission will eingefrorenes Vermögen der russischen Zentralbank nutzen, um Russland nach einem möglichen Ende des Kriegs gegen die Ukraine zu Reparationszahlungen zu zwingen. Wie Beamte am Mittwoch erklärten, könnte die Wiederfreigabe der Mittel an ein Friedensabkommen geknüpft werden, das auch russische Entschädigungen umfasst. Im Zuge der gegen Russland verhängten Sanktionen wurden demzufolge bereits etwa 300 Milliarden Euro an Zentralbank-Reserven blockiert.

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