Krieg gegen die Ukraine

Symbolträchtiger Erfolg: Ukrainische Truppen stoßen bis zur russischen Grenze vor

16.5.2022, 07:13 Uhr
Ukrainische Soldaten patrouillieren in einem kürzlich zurückeroberten Dorf nördlich von Charkiw in der Ostukraine.

© Mstyslav Chernov/AP/dpa Ukrainische Soldaten patrouillieren in einem kürzlich zurückeroberten Dorf nördlich von Charkiw in der Ostukraine.

+++ Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlichte in der Nacht zu Montag ein Video mit einem Dutzend Soldaten neben einem Grenzpfahl in den Nationalfarben Blau und Gelb. Sie gehören den Angaben zufolge zu einer Freiwilligen-Brigade aus der Stadt Charkiw. Das ukrainische Militär hatte bereits in den vergangenen Tagen berichtet, dass es schrittweise gelinge, russische Truppen bei Charkiw zurückzudrängen. Russland hatte seine Truppen bereits im Norden der Ukraine abgezogen, nachdem sie vor der Hauptstadt Kiew gestoppt wurden.

Am Sonntag sprach der Nato-Chef Jens Stoltenberg bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesinnenministerin Annalena Baerbock (Grüne) per Videobotschaft. "Die Ukraine kann diesen Krieg gewinnen", sagte Stoltenberg. Russlands Pläne die Ukraine einzunehmen seien bisher nicht geglückt. Annalena Baerbock stimmt Stoltenberg zu. Sie betonte auch, wie wichtig das Nato-Bündnis zur Zeit sei. Ein Beitritt Finnlands und möglicherweise auch Schwedens werde diese Allianz weiter stärken, meinte Baerbock.

+++ "Die Hölle ist auf die Erde gekommen. Zu Azovstal", schrieb der Mariupoler Stadtratsabgeordnete Petro Andrjuschtschenko am Sonntag im Nachrichtenkanal Telegram nachdem die Stadt angeblich mit Phosphorbomben beschossen wurde. Solche Brandbomben entzünden sich durch Kontakt mit Sauerstoff und richten verheerende Schäden an. Ihr Einsatz ist verboten. Andrjuschtschenko veröffentlichte dazu ein Video mit Luftaufnahmen, auf denen ein Feuerregen zu sehen ist, der auf das Stahlwerk niedergeht. In Hasskommentaren war zu lesen, die Phosphorbomben seien der russische Gruß zum ESC-Sieg.

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