In der Landesliga Nordwest

Bei den Weißenburger Volleyballerinnen läuft es bislang "gigantisch"

um/wt

18.1.2023, 09:18 Uhr
Einen erfolgreichen Heimspieltag absolvierten die Weißenburger Landesliga-Volleyballerinnen (im Bild in der rechten Spielhälfte).

© Uwe Mühling, WT Einen erfolgreichen Heimspieltag absolvierten die Weißenburger Landesliga-Volleyballerinnen (im Bild in der rechten Spielhälfte).

„Es ist bislang gigantisch gelaufen“, sagt Nicole Göttler zum Abschneiden des Aufsteigers. Die Weißenburger Trainerin ist nach einem Achillessehnenriss, den sie sich kurz vor Weihnachten zugezogen hat, zwar selbst außer Gefecht, freut sich aber über die Entwicklung der Mannschaft. Das Saisonziel, der Klassenerhalt, ist schon frühzeitig greifbar. Ein Durchmarsch nach oben, der tabellarisch durchaus möglich scheint, kommt aus Göttlers Sicht noch zu früh, weil personell zum Teil noch die Alternativen fehlen.

„Wirklich toll gemacht“

Dennoch: „Die Mädels haben es nach viel Umbruch im vergangenen Sommer bisher wirklich toll gemacht“, findet Nicole Göttler. Sie hat selbst in Sonthofen in der 1. Bundesliga gespielt und kam inzwischen beruflich als Lehrerin nach Treuchtlingen an die Senefelder-Schule. Seit einem halben Jahr ist sie als Trainerin in Weißenburg tätig. Nur drei von zwölf Spielen gingen in der laufenden Saison 2022/2023 verloren. Dem stehen neun Siege gegenüber.

Die Weißenburger Spielerinnen konnten vor heimischer Kulisse zahlreiche gewonnene Punkte und am Ende auch zwei weitere Siege bejubeln.
 

Die Weißenburger Spielerinnen konnten vor heimischer Kulisse zahlreiche gewonnene Punkte und am Ende auch zwei weitere Siege bejubeln.   © Uwe Mühling, WT

Die guten Leistungen des Damenteams bestätigen sich nun auch wieder beim Heimauftritt in der Seeweiherturnhalle. Im ersten Spiel gegen Veitsbronn – unter den Zuschauern war auch Oberbürgermeister Jürgen Schröppel – hatten die Weißenburgerinnen anfänglich zu kämpfen. Durch starke und druckvolle Aufschläge der Gäste lagen die TSVlerinnen zunächst 0:4 zurück. Nun begann die Aufholjagd. Die TSV-Mädels spielten konzentriert, brachten sichere Aufschläge ins gegnerische Feld und konnten somit einige Punkte gutmachen. Doch der ASV blieb immer eine Nasenspitze voraus und gewann mit 25:23.

Im zweiten Satz hieß es nun weiter um jeden Ball zu kämpfen. Das zahlte sich aus. Die guten Angriffe und die druckvoll platzierten Aufschläge von Anne Eberle brachten schließlich den eindeutigen Sieg (25:15) und es stand 1:1. Diese Spannung galt es nun zu halten, aber ähnlich wie der erste Abschnitt ging auch der dritte Satz knapp verloren (wieder 23:25).

Die Teams des TSV 1860 Weißenburg und des ASV Veitsbronn lieferten sich in der neuen Seeweiherhalle einen packenden Schlagabtausch, den die Gastgeberinnen letztlich in fünf Sätzen und im Tiebreak mit 3:2 für sich entscheiden konnten.
 

Die Teams des TSV 1860 Weißenburg und des ASV Veitsbronn lieferten sich in der neuen Seeweiherhalle einen packenden Schlagabtausch, den die Gastgeberinnen letztlich in fünf Sätzen und im Tiebreak mit 3:2 für sich entscheiden konnten.   © Uwe Mühling, WT

Im vierten Durchgang kamen die Weißenburgerinnen wieder gut ins Spiel. Mit genauen Pässen von Zuspielerin Jennifer Tuschl verwerteten die Angreiferinnen viele Bälle, sodass einige Punkte gleich zu Beginn an den TSV 1860 gingen. Aber auch Veitsbronn war auf der Höhe und beide Seiten kämpften um jeden Ball. Schließlich setzten sich die Gastgeberinnen durch und ließen mit guten Blockaktionen von Jennifer Schiebsdat und gezielten Bällen von Jana Jordan den Gästen letztlich keine Chance (25:19).

Entscheidung im Tiebreak

Somit stand es 2:2 und der Tie-Break musste entscheiden. Sarah Schiebsdat konnte gleich mit phänomenalen Aktionen einige Punkte für die TSVlerinnen verbuchen. „Libera“ Alexandra Mock wehrte sämtliche Bälle ab und hielt ihren Teamkolleginnen hinten den Rücken frei. Der letzte Satz ging deutlich mit 15:5 an Weißenburg, die wie im Hinspiel mit 3:2 gewannen und dadurch zwei Punkte verbuchten.

Im zweiten Spiel des Tages mussten die TSV-1860-Damen nochmals alle Kräfte mobilisieren. Sie wollten keinen Punkt herschenken und spielten von Beginn an konzentriert, feuerten sich bei jedem Ball an und setzen die Gäste aus Bad Windsheim/ Uffenheim voll unter Druck.

Die Weißenburgerinnen spielten mit viel Einsatz (vorne am Ball Jana Jordan).

Die Weißenburgerinnen spielten mit viel Einsatz (vorne am Ball Jana Jordan). © Uwe Mühling, NN

Der erste Satz ging verdient mit 25:20 an Weißenburg. Daran knüpften die Gastgeberinnen im zweiten Abschnitt an und wurden mit einem 25:13 belohnt. Im dritten und letzten Satz wurde nochmal um jeden Ball gekämpft. Die TSV-1860-Frauen setztten sich mit 25:18 durch und holten mit dem 3:0-Erfolg drei weitere Punkte für die Tabelle – Anfang Dezember hatte man noch mit 2:3 gegen Windsheim/Uffenheim verloren.

Unterm Strich konnte Aufsteiger Weißenburg mit den fünf Heimpunkten Rang drei in der Landesliga Nordwest hinter Spitzenreiter Rottenberg und dem neuen Zweiten SG Unterdürrbach/Waldbüttelbronn untermauern. Als nächstes muss das Team von Trainerin Nicole Göttler am Samstag, 28. Januar, auswärts bei der TG Würzburg antreten.

TSV 1860 Weißenburg: Anelia Antonova, Anne Eberle, Laura Sofia García, Jana Jordan, Alexandra Mock, Angelika Mößner, Anamarija Petrovic, Jennifer Schiebsdat, Sarah Schiebsdat, Jennifer Tuschl und Vanessa Wokon.

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