Heimatpoesie

Geschichten aus dem Reichen Ebrachgrund

14.12.2021, 10:10 Uhr
Der zweite Band mit Erinnerungen und Schilderungen des Lebens im Reichen Ebrachgrund ist still und leise erschienen.

 

Der zweite Band mit Erinnerungen und Schilderungen des Lebens im Reichen Ebrachgrund ist still und leise erschienen.   © privat, NN

Wie im „Rückspiegel auf Fränkisch“ greift der 1941 in Bamberg geborene und in Limbach aufgewachsene Autor tief in die Schatzkiste der Ortsgeschichten. Unter dem Titel „Haus-Noma“ erzählt der frühere Steuerberater beispielsweise den Wandel der Zeiten anhand häufig in den Gemeinden Pommersfelden, Mühlhausen und Wachenroth vorkommenden Familiennamen.

Er berichtet in lebendigen Reimen von Vereinsausflügen oder berichtet bilderreich und unterhaltsam, wie in den 1950er Jahren Advent gefeiert wurde: „Dä grau Novembä geehd schdill naus, Doodnsunndooch mächd as End.“

Es sind fröhliche, aber auch nachdenklich stimmende Betrachtungen, die vor allem beim ortskundigen Leser viele Erinnerungen wecken.

Eine Vielfalt an Themen

So vielfältig wie die Themen ist auch die Gestaltung des fast 130-Seiten starken Gedichtbandes, um die sich wiederum der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Reicher Ebrachgrund, Franz Kachler, gekümmert hat. Die passende Illustration bieten Abbildungen der Seidenmalereien von Bärbel Kachler und von Figuren, die Lissy Hirschmann getöpfert hat.

Zusammen mit den historischen Fotografien von Konfirmationen, Schulklassen oder Familienfeiern bietet das fest gebundene Buch einen bunten Rundumschlag an liebevoll betrachteter Heimatgeschichte in Mundart, abgerundet durch aktuelle Verse über Corona wie die Liedneudichtung von „Die Gedanken sind frei“. Wenn es die Pandemie-Lage und der Gesundheitszustand von Helmut Schleicher zulassen, möchte der Heimatverein im Frühjahr 2022 zu einer Autorenlesung einladen.

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