Knapp 200 Aussteller in Scheinfeld

Holz fasziniert die Massen: Neue Holzfee empfängt 15.000 Besucher in Franken

17.10.2022, 13:52 Uhr
Nele Wiesinger übernahm das Amt der Scheinfelder Holzfee und hatte an einem stark frequentierten Holztag einen optimalen Einstand.

© Harald Munzinger Nele Wiesinger übernahm das Amt der Scheinfelder Holzfee und hatte an einem stark frequentierten Holztag einen optimalen Einstand.

Mit 15.000 Besuchern hatte Bürgermeister Claus Seifert beim 13. „Scheinfelder Holztag“ gerechnet. Beim Blick auf die Menschenschlangen in den Straßen und Gassen dürften es kaum viel weniger gewesen sein, die sich in den Bann der Holzvielfalt ziehen ließen. Diese konnte am Nachmittag bei strahlender Herbstsonne genossen werden.

Aus dem gesamten nordbayerischen Raum waren die Besucher angereist und von den Kräften der Feuerwehr zu den Parkplätzen eingewiesen worden. Sie sorgten mit „sehr disziplinierten Besuchern für einen reibungslosen Zu- und Abverkehr“, was Bürgermeister Seifert bei den durch den Regen aufgeweichten Wiesen würdigte. Von diesen waren die Gäste schnell mitten im weitläufigen Messegelände, auf dem knapp 200 Aussteller staunen ließen, was der nachwachsende Rohstoff Holz dem Menschen bietet.

Angefangen vom immer wertvoller werden Energieträger über das ebenfalls zunehmend große Thema Bauen mit Holz bis zur Fantasie der Kunsthandwerker. Er habe, so Erster Bürgermeister Claus Seifert gegenüber unserer Redaktion, „den Eindruck, dass das Interesse am Holz hoch bleibt.

Der ein oder andere Anbieter von Holzdeko oder -schmuck hat gemerkt, dass bei vielen Besuchern die Sorge vor Energiekosten die Konsumfreude nimmt“. Es gebe wie immer etliche Details zu verbessern, „aber unterm Strich bleibt erneut ein sehr positives Fazit – dank auch des leidenschaftlichen Engagements der Mitarbeiter aus Stadt und Verwaltungsgemeinschaft, der Feuerwehren sowie vieler freiwilliger Helfer.“

Nele I. ist die neue Holzfee

Für die neue Scheinfelder „Holzfee“ Nele I. Wiesinger, der nach fünfjähriger Amtszeit Vorgängerin Antonia Günther die Schärpe übergab, sollte es ein gelungener Auftakt sein. Im Kreis mehrerer Hoheiten übernahm die 17-jährige Scheinfelder Gymnasiastin ihr Amt und eröffnete mit Bürgermeister Seifert den „Holztag“, mit dem nach zweijähriger Corona-Zwangspause Scheinfeld wieder in den Fokus Frankens rücken sollte.

Über viele Straßen erstreckte sich die „Holzmeile“ und ließ dabei die vielen Besucher ganz nebenbei auch Scheinfeld neu entdecken.

Über viele Straßen erstreckte sich die „Holzmeile“ und ließ dabei die vielen Besucher ganz nebenbei auch Scheinfeld neu entdecken. © Harald Munzinger

Diese machten auch der Bamberger Landrat Johann Kalb (auch in der Funktion des Vorsitzenden des Steigerwald-Naturparkvereins) sowie der Stellvertretende Kitzinger Landrat Robert Finster deutlich. Schon am Vortag hatte Scheinfeld zur traditionellen Pflanzung des Jahresbaumes, prominenten Besuch. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber griff unter anderem mit der Landtagskollegin Gabi Schmidt und Landrat Helmut Weiß zum Spaten.

Signal fürs neue Steigerwald-Zentrum

Die Bauarbeiten in der Altstadt und am Gymnasium sowie die Sorge, die Sporthallen nicht nutzen dürfen, hatte nach Auskunft von Seifert dazu geführt, dass die Ausstellungsmeile geändert und ein extra Zelt für wettersensible Stände angeschafft werden musste. „Der besondere Flair in unseren Hallen hat gefehlt, als Ersatz haben sich Zelt und dessen Standort aber bewährt“, sagte Seifert.

Die „Holzmeile“ erstreckte sich mit ebenso informativ wie attraktiv gestalteten Ständen über mehrere Straßenzüge und ließ so manchen Besucher ganz nebenbei Scheinfeld neu entdecken. Was auch für das ehemalige Amtsgericht gelten sollte, in dem eine Steigerwald-Ausstellung eröffnet wurde. Ein Signal für das neue Steigerwald-Zentrum.

Für ausreichend Stärkung mit allerlei Speisen und Getränken war an einladenden gastlichen Stätten gesorgt, an denen gerne eine Rast eingelegt wurde. um dann wieder eine Etappe auf der „Holzmeile“ mit ihren immer wieder reizvollen Auslagen anzugehen. Den Besenbindern schien besondere Aufmerksamkeit zu gelten, wie es viele mit Strohbesen ausgestattete Besucher verrieten, und auch die Demonstrationen der Holzbearbeitung wurden interessiert verfolgt, dabei gerne die Gelegenheit zu Gesprächen etwa mit den Fachleuten der Forstbetriebsgemeinschaft genutzt.

Mutige konnten mit einer 57 Meter hohen Kranbühne abheben und den Blick über die Holzmeile, die Stadt und zum prächtigen Schloss schweifen lassen. „Kommen – sehen – staunen“ sollte sich das Motto des „Holztages“ erfüllen.

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