Volleyball 2. Liga Schwaig 14. Spieltag

Befreiungsschlag gegen Abstiegskandidaten

Redaktion Pegnitz-Zeitung

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22.1.2023, 17:00 Uhr
Michal Dzierwa (am Netz) wurde nach der Partie gegen Mühldorf zum wertvollsten Spieler des SV Schwaig gekürt. Vor allem er und sein Teamkollege Max Bibrack (rechts) versenkten im Angriff zahlreiche Bälle in der gegnerischen Hälfte.

© Guener Santemiz Michal Dzierwa (am Netz) wurde nach der Partie gegen Mühldorf zum wertvollsten Spieler des SV Schwaig gekürt. Vor allem er und sein Teamkollege Max Bibrack (rechts) versenkten im Angriff zahlreiche Bälle in der gegnerischen Hälfte.

Alles richtig gemacht: Die Zweitliga-Volleyballer des SV Schwaig bezwingen in ihrem 14. Saisonspiel den TSV Mühldorf in eigener Halle mit einem verdienten 3:0 (25:21, 25:21, 25:22) und landen damit einen kleine Befreiungsschlag. Denn dieses erste Heimspiel des neuen Jahres 2023 stand unter dem gelinden Druck des Siegen-„Müssens“, nachdem die Mittelfranken zuvor zwei 0:3-Niederlagen eingefahren hatten. Damit haben die Schwaiger nun immerhin fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang.


Wie wichtige diese Tabellenpunkte waren, zeigte sich bei Coach Milan Maric, der im Anschluss deulich gelöster wirkte. Die Sorgenfalten, die der siebte Tabellenrang sowie die Erkrankung der beiden Mittelblocker Sven Kellermann und Christian Starosczyk auf des Trainers Stirn gezeichnet hatten, außerdem die Tatsache, dass Kapitän Florian Tafelmayer gesundheitlich angeschlagen und auch gar nicht zum Einsatz kam − all das war nach dem klaren 3:0 nach 78 Minuten der Erleichterung gewichen.

Erster Satz als Motivation

Der SVS fuhr seinen achten Sieg insgesamt und den dritten in der „Gelben Halle“ ein. Im ersten Satz riss eine lange Ballrallye zum 2:2 die 260 Zuschauer von den Sitzen; es folgte ein noch recht unspektakuläres Hin und Her über 11:13, 19:16 und 23:18 − letztlich vermochten die engagierten Gäste aus Mühldorf zwei Satzbälle abzuwehren. Doch das 25:21 nach 27 Minuten markierte schließlich den ersten Auftaktgewinn des SVS nach zuletzt sechs hintereinander verlorenen.


Dieser Startsatzerfolg war symptomatisch-motivierend für die weiteren zwei Passagen, die zunehmend an Rasanz und Qualität gewannen: Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein heftiges Ringen, als die (gegen ihren Abstieg kämpfenden) Tabellenzwölften aus Oberbayern ihren Rückstand von 5:10 auf 9:10 verringern konnten. 


Gegen die klasse Angriffe von Max Bibrack und des späteren „MVP“ Mike Dzierwa – der sicherlich 95 Prozent seiner Bälle hart versenkte – hatten sie aber letzten Endes ebenso wenig eine Chance wie gegen die vielen, vielen gelungenen Blockaktionen der gelassen wirkenden Schwaige, bei denen vor allem anfangs der 2,04 Meter große, einzige verbliebene Mittelblocker Simon Breinbauer auffiel. Teils brillantes Zuspiel von Moritz Gärtner und die flinken Reflexe von Libero Veit Dobbertin taten wie gewohnt ein Übriges.

Ball im Netz statt im Feld

Zwar versenkten die Schwaiger diesmal in jedem Satz vier Aufschläge ins Netz und dem TSV gelangen vier Asse (bei ohnehin sehr guten Aufschlagserien). Doch auch im dritten Satz vermochten die tapferen Gäste trotz mehrerer Gleichstände – 7:7, 15:15 und 18:18 – keine Wende herbeizuführen. 


Es war ein Schlussakkord ohne wirklichen Höhepunkt; gleichwohl freuten sich die Mittelfranken natürlich über ihren fünften 3:0-Erfolg in dieser Saison. Der bedeutete schließlich drei volle Zähler und eine Absicherung des mittleren Tabellenplatzes.

Im Kampf gegen den Abstieg

Dieser wiederum soll auch im 15. Spiel gehalten werden, welches bereits am kommenden Samstag, abermals am Mittelbügweg, stattfindet: Es kommt der zehntplatzierte TV/DJK Hammelburg, seinerseits gleichfalls – wie die Oberbayern − vom Abstieg bedroht. Für die Schwaiger heißt es dann erneut, entscheidende Punkte einzufahren − ob dann abermals Florian Schmidtke vom SVS-Drittliga-Team die Mittelblocker-Reserve bildet, bleibt zunächst offen.

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