Staatsanwaltschaft ermittelt

Hausbrand in Lauf: Bewohner soll Feuer selbst gelegt haben

13.1.2022, 14:57 Uhr
Mindestens 600 000 Euro Schaden entstanden bei dem Brand in der Nürnberger Straße in Lauf, schätzt Kreisbrandrat Norbert Thiel. Ein 46-jähriger Bewohner des historischen Hauses schwebte in akuter Lebensgefahr, die Feuerwehr zog ihn aus einem Fenster. Zwei weitere Bewohner brachten sich selbst in Sicherheit.

Mindestens 600 000 Euro Schaden entstanden bei dem Brand in der Nürnberger Straße in Lauf, schätzt Kreisbrandrat Norbert Thiel. Ein 46-jähriger Bewohner des historischen Hauses schwebte in akuter Lebensgefahr, die Feuerwehr zog ihn aus einem Fenster. Zwei weitere Bewohner brachten sich selbst in Sicherheit. © Beck

Der Mann war schon unmittelbar nach dem Brand in Verdacht geraten, das in seiner Wohnung im ersten Stock ausgebrochene Feuer selbst gelegt zu haben. Er war zunächst wegen einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, später in die Fachklinik in Engelthal gebracht worden. Gabriels-Gorsolke betont aber, es habe sich dabei nicht um einen Unterbringungsbefehl nach der Strafprozessordnung gehandelt, das heißt, die Staatsanwaltschaft habe keine Einweisung angeordnet.

Die Ermittlungen dauern an. Ob es zu einer Hauptverhandlung kommt, und wann diese stattfinden könnte, steht noch nicht fest. Zudem müsse die Schuldfähigkeit des Mannes noch geklärt werden.

Der Dachstuhl des rund 400 Jahre alten Hauses wurde bei dem Brand vollständig zerstört, die Reste mussten im Anschluss entfernt werden, um Passanten nicht zu gefährden.Die Kneipe im Erdgeschoss, das „Rockcafé Highway“, ist seitdem geschlossen. Deren Pächter, die ebenfalls in dem Haus wohnten, sind ausgezogen.