Erschaffer einer Phantasiewelt

Ex-Pegnitzer arbeitet an viertem Buch

24.1.2022, 08:00 Uhr
Jung-Autor Daniel Raschke zeigt stolz sein erstes Werk: Die Auferstehung von Atlantis.

© Foto: privat Jung-Autor Daniel Raschke zeigt stolz sein erstes Werk: Die Auferstehung von Atlantis.

Mit den Worten "Betritt meine Welt und mach sie zu deiner eigenen" begrüßt Daniel Raschke geheimnisvoll seine Leser. Und die Welt des Autors ist ungeheuer groß und detailverliebt. Bereits mit 13 Jahren hatte der Jugendliche von seinem eigenen Atlantis geträumt und sich nach und nach seine persönliche Geschichte erschaffen zu dem eh schon mythischen Inselreich, das der griechische Philosoph Platon als Erster erwähnt und beschrieben hatte.

In jungen Jahren hat sich Raschke durch eine Unmenge an Fantasy- und Science-Fiction-Romanen gelesen und sich Inspirationen geholt von George Lucas, J. R. R. Tolkien, Markus Heitz, J. K. Rowling, Christopher Paolini und vielen weiteren bekannten Autoren, wie er berichtet. "Der Weg von Atlantis" und "Der Aufstieg von Atlantis" sind nun die Fortsetzungen seines ersten Buchs, und Daniel Raschke ist eigentlich noch nicht fertig.

Kleine Schaffenspause

Inzwischen wohnt der Hobbyautor nicht mehr in Pegnitz. Der gelernte Werkstoffprüfer hat in Erlangen Arbeit gefunden und ist deshalb umgezogen. "Das Schreiben ist mir aber immer noch wichtig. Das alles wird mich ein Leben lang begleiten", resümiert Raschke.

Seinerzeit hatte er vollmundig angekündigt, dass er nun jedes Jahr eine Fortsetzung herausbringen werde. Doch das habe er leider nicht geschafft. Es gebe sicherlich noch genug Stoff, doch Raschkes Notizen aus über zehn Jahren wurden nach dem zweiten Band immer weniger und das Schreiben wurde dadurch etwas schwieriger.

"Meine Zwischenpunkte, die ich in jahrelanger Vorarbeit aufgeschrieben habe, werden immer spärlicher", berichtet der Autor. Das verlangsame den Prozess und nach dem dritten Buch legte er immer mal wieder eine kleinere Schaffenspause ein.

Trotzdem arbeite er fleißig weiter am vierten Buch, das eine Art Zwischenfinale bieten soll. "Wie ich danach weitermache, muss ich mir noch überlegen. Bis Band vier hatte ich ja eh geplant", sagt der Erlanger. Es käme auch darauf an, ob er aus dem Stoff für das vierte Buch einen Zweiteiler schreiben möchte oder ob alles in einem veröffentlicht werde.

"Momentan ist Kapitel acht in der Mache", berichtet der Autor. "Dann ist wahrscheinlich Halbzeit." Er habe nicht mehr die große Zeit, wie noch vor ein paar Jahren. Damals habe er sich fast jeden Tag an den Computer gesetzt und bis in die späten Abendstunden geschrieben – nun seien es nur noch ein paar Stunden im Monat.

Vermischung mit der Gegenwart

Im ersten Teil vermischt Daniel Raschke die aktuelle Gegenwart mit einer phantasievollen Welt. So erzählt das erste Buch die Geschichte und Zerstörung einer fortschrittlichen Zivilisation, die auf der Insel Atlantis vor zehntausend Jahren lebte. Nach dem Untergang der Insel blieben nur noch Mythen und Legenden. Genau an dieser Stelle setzt in der heutigen Zeit der Science-Fiction-Gedanke an.

Hauptcharakter Craibian findet heraus, dass die totgesagte Zivilisation doch noch existiert und dies teilweise in ihm. Letztendlich sind die Atlantae wieder ein Teil des Planeten und ähnliche Probleme, wie vor Tausenden von Jahren, flammen erneut auf. Im zweiten Teil seines Science-Fiction-Romans verlassen die Atlantae die Erde, da die Spannungen mit den Menschen zu groß wurden. "Doch da hören die Probleme ja nicht schlagartig auf. Im Weltall gibt es auch Gefahren", verrät der Autor und weckt die Neugier zum Weiterlesen.

Kein Einkommen

An den Büchern verdiene er eigentlich nichts, resümiert Raschke. Vieles müsse er aus der eigenen Tasche zahlen, so wie die Layouts seiner Bücher, aber das sei es ihm wert. "So ein Cover kann schon mal 300 Euro kosten. Ich möchte keine 50 Euro in die Hand nehmen. Dafür kriegst du nichts Richtiges", ist er überzeugt.

Doch darauf komme es auch nicht an. Es ist die Geschichte, die ihm so unendlich wichtig ist und die der Protagonisten, die darin vorkommen. Zum Teil gebe es gewisse Ähnlichkeiten zwischen der Hauptfigur Craibian und dem Autor Daniel Raschke. Um die "Hauptfigur" dreht sich eigentlich alles. Doch auch hier hat sich Raschke weiterentwickelt. In Band zwei und drei wechselt der Leser zwischen neuen Charakteren hin und her. "Man ist quasi allwissend und tauscht immer wieder die Perspektive. Sodass man viel mehr erfährt, ohne dass der Hauptcharakter anwesend ist", sagt Raschke.

Einer der neuen Charaktere, die im dritten Band dazustößt, ist– ähnlich wie Craibian – einer aus dem echten Leben des Autors bekannten Person nachempfunden. Nachdem er ein ausführliches Feedback einer Testleserin erhalten hatte, bot er ihr an, einen eigenen Charakter zu erstellen, den er im dritten Buch mit einbauen würde. Das nahm die junge Frau dankend an: "Es ist ein farbenfroher Charakter geworden", berichtet der 27-Jährige mit einem kleinen Lacher.

Bis wann er das vierte Buch nun fertig schreibt oder fertigschreiben muss, das weiß Raschke selbst noch nicht. Doch eine Sache konnte er trotzdem noch verraten: "Theoretisch habe ich noch eine abstruse Kinder-Fantasy-Story in der Hinterhand. Mal schauen, wie ich die umsetze und wann ich darauf – neben meinen Hauptbüchern – Lust habe."

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