Wunsch nach etwas Großem

Waldstock in diesem Jahr? Verein will im März entscheiden

Frank Heidler

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20.1.2022, 09:00 Uhr
Ob das Waldstock-Festival heuer in Pegnitz überhaupt stattfinden darf, kann erst Ende März entschieden werden. Hier eine Aufnahme aus der Vor-Corona-Zeit.

© Foto: Hans von Draminski/Archiv Ob das Waldstock-Festival heuer in Pegnitz überhaupt stattfinden darf, kann erst Ende März entschieden werden. Hier eine Aufnahme aus der Vor-Corona-Zeit.

Bis dahin wollen die Verantwortlichen aus dem Waldstockverein nicht einfach die Hände in den Schoß legen. Deshalb wurden bereits auf der Hauptversammlung Alternativüberlegungen angestellt. So könnte ein Alternativangebot aussehen, wie die Ideensammlung ergab.

Ideensammlung: Ein dezentrales Waldstock soll in einen nicht-musischen und musischen Teil aufgeteilt werden. Die Idee eines Mini-Waldstocks fanden viele am besten. Außerdem könnte man im Biergarten sogenannte Waldstockkulturtage veranstalten. Allgemeiner Tenor: Man müsste Waldstock so runterschrauben, dass es stattfinden kann und dass es sich dafür aber auch lohnt, nach Pegnitz zu kommen.

Es gab eine allgemeine Zerrissenheit: So besteht der Wunsch nach etwas Großem mit viel Miteinander. Nach wie vor wird dafür geplant, dass Waldstock stattfindet. Vorsitzender Johann Badstieber: "Aber falls es nicht klappt, wollen wir eine Idee im Hintergrund haben."

Förderung: Zur weitgehend abgeschlossenen Sanierung der Sanitäranlagen in der Brauerei wurde die Förderung nun vollständig abgeschlossen. Alle Fördermittel wurden bei der GEMA eingereicht. Dazu werden noch aktuelle Bilder von den Renovierungsarbeiten der Brauerei in die Cloud hochgeladen. Die neue Technik, die durch Fördergelder gekauft wurde, ist auch da.

Pachtvertrag: Der Pachtvertrag für die Brauerei wurde bereits am 3. Dezember von Martin Weiß und dem Vorsitzenden Johann Badstieber unterzeichnet. Die Kritikpunkte der letzten Versammlung wurden alle in einem neuen Pachtvertrag berücksichtigt.

Der Verein besitzt die vorrangige Nutzung für Veranstaltungen in der Brauerei. Außerdem wurden die Lagerflächen (Techniklager und Materiallager) in den Pachtvertrag aufgenommen. Die Kündigungsfrist wurde auf ein Jahr verlängert.

Sudhaus: Dort sind neue Fenster eingebaut worden und ein neuer Boden wurde verlegt. Zwecks Inventar des Sudhauses gibt es noch Verhandlungen mit Jura-Bräu. Jakob Bauer fragte: "Warum ist es relevant für den Verein, was mit dem Sudhaus passiert?" Falls der Brauereibetrieb wieder aufgenommen werde, sei es wichtig für das Waldstock-Team, den jeweiligen aktuellen Stand zu erfahren, hieß es. Dabei geht es auch um die Brauerei- und Schalandernutzung.

Vorstand: Erst im nächsten Jahr wird es auf der Jahresversammlung wieder Wahlen geben. Potenzielle Vorstandsmitglieder würden wieder als Beistände gewählt werden, um ein Jahr die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen zu begleiten. Noch werden mögliche Kandidaten gesucht. Jakob Bauer fragte, ob es zur Debatte stehen würde, dass der aktuelle Vorstand sein Amt ein Jahr länger ausüben würde. Die einmütige Antwort: "Am liebsten und besten wäre es, wenn sich welche finden würden, die das Amt übernehmen würden. Über eine weitere Amtszeit muss noch nachgedacht werden." Vorsitzender Badstieber, Vize Lukas Schorner und Kassier Michael Weber wurden einstimmig entlastet.

Bands sind gebucht

Rückblick: Beatgartenstock hat an zwei Tagen im Juni stattgefunden. Es kam wieder sehr gut an. Dort war sehr viel los, am zweiten Tag gab es sogar einen Einlassstopp. Für heuer wurden Bands gebucht. Das war sehr aufwendig. Nächstes Jahr werden wahrscheinlich nur Solokünstler gebucht. Ein anderer guter Veranstaltungsort soll gefunden werden, da die Kommunikation mit Familie Knopf sehr schwierig war.

Der Biergarten am Schloßberg wäre eine Option. Dieser solle aber abgerissen werden. Das sollte mit der Stadt abgesprochen werden. Andere leerstehende Biergärten könnten auch genutzt werden. Martin Häckel meinte, man könnte bei der Stadt nachfragen, was mit dem Biergarten passiert. "Vielleicht könnte der Waldstockverein den Biergarten für Veranstaltungen anmieten?", fragte er.

Fußstock: Es gab ein paar kleine Anlaufschwierigkeiten. Leider hätten nur wenige Teams teilgenommen. Weitere Kritik: "Die Kommunikation war nicht so gut und das Bier war zu teuer." Auch sei das "Fußballniveau" sehr hoch gewesen und hätte eventuell andere Teams abgeschreckt, mitzuspielen. Vorschlag: Um zu vermeiden, dass das Niveau zu hoch ist, könnte man vor Ort die Teams auslosen.

Rollstock: 50 Leute und 13 Starter haben teilgenommen. Toiletten und Strom konnten wieder von der Realschule genutzt werden. Viele Mitglieder haben mitgeholfen. Es gab keine Bands, sondern nur DJs, die nach dem Contest aufgelegt haben. Nächstes Jahr soll es der Termin früher sein. Und dann auch wieder mit Aftershowparty. Einzelne Anwohner hätten sich über Lärm beschwert.

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