Die Rechtsextremen setzen Hunderte auf ihre "Feindeslisten"
Nürnberg
Rechercheprojekt über Terror

Die Rechtsextremen setzen Hunderte auf ihre "Feindeslisten"

Das Rechechezentrum Correctiv hat zusammen mit 15 Journalistinnen und Journalisten regionaler Medien, darunter auch von den Nürnberger Nachrichten und vom Bayerischen Rundfunk, über das Ausmaß und die Komplexität des Terrors von Rechtsextremisten recherchiert. In einem großangelegten Projekt zeigen sie deren Strategien und rücken die Opfer in den Mittelpunkt.

Rechtsradikale in der Region
Nach den Morden der Zwickauer Zelle: Junge Leute demonstrieren gegen Neonazis.

Seit der Aufdeckung der Morde der rechtsextremen Terrorzelle NSU haben sich in Nordbayern Übergriffe und Aufmärsche von Rechtsradikalen verstärkt. Besonders aktiv war hierbei das "Freie Netz Süd", das der Verfassungsschutz als „größtes und schlagkräftigstes Netzwerk“ bezeichnete und das bayerische Innenministerium 2014 verbot. Das Netzwerk hat sich jedoch längst umstrukturiert. Gegen die Aktivitäten der NPD und anderer rechtsextremer Organisationen in der Region hat sich schon in der Vergangenheit eine breite Bürger-Bewegung gebildet, die den Aufmärschen regelmäßig mit Gegendemonstrationen und kreativem Protest begegnet. Hier ist zum Beispiel die "Allianz gegen Rechtsextremismus" als Zusammenschluss kommunaler und unabhängiger Initiativen zu nennen und das - bereits mehrfach ausgezeichnete - "Bürgerforum Gräfenberg".