Reißleine gezogen

Ekel-Skandal nach RTL-Enthüllung: Diese Burger-King-Filiale im Landkreis Roth muss dichtmachen

Jan Heimhold

nordbayern-Redaktion

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5.6.2024, 11:35 Uhr
Nach Enthüllungen des Senders "RTL" muss nun auch eine Filiale im Landkreis Roth ihre Pforten schließen.

© imago/Ralph Peters Nach Enthüllungen des Senders "RTL" muss nun auch eine Filiale im Landkreis Roth ihre Pforten schließen.

In den letzten zwei Jahren deckte das "Team Wallraff" im Auftrag des Senders "RTL" im Zuge seiner Undercover-Recherchen gleich zahlreiche Hygienemängel beim Fastfood-Riesen Burger King auf. Nachdem bereits 2022 mehrere Filialen aufgrund der Enthüllungen schließen mussten, zieht der Konzern erneut die Reißleine und kündigte einem seiner Franchisenehmer.

In dessen Niederlassungen stellte das Team von Investigativjournalisten die gravierendsten Missstände fest. Eine Mitarbeiterin sagte gegenüber "RTL": "Ich bin schon lange in der Gastronomie und habe noch nie so schlimme Arbeitsbedingungen erlebt." Darunter fallen unter anderem abgelaufenen Lebensmittel, Burger-Pattys, die vegan sein sollen und es nicht sind und untragbare Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

In einer Stellungnahme gegenüber RTL gab Burger King bekannt: "Für uns ist es wichtig, dass unsere Franchisepartnerinnen und -partner gemeinsam mit ihren Teams unsere Werte und unsere hohen Burger King Standards teilen." Aus diesem Grund habe man angeordnet, die Belieferung der betroffenen Standorte einzustellen und den Franchisenehmer angewiesen, "den Betrieb der Restaurants unter der Marke Burger King einzustellen."

Zu den betroffenen Standorten gehört neben den Orten Ingolstadt, Dasing, Schweitenkirchen, Straubing und Erding auch Hilpoltstein im Landkreis Roth. In der Filiale an der A9 gibt es also ab sofort keinerlei Pommes, Burger und Co mehr zu kaufen.

Unhaltbare Zustände

Für seine Recherchen schleuste "Team Wallraff" Mitarbeiter undercover in einige Burger-King-Filialen ein, die über ganz Deutschland verteilt sind und sprach mit zahlreichen Angestellten des Unternehmens über die dortigen Zustände. So seien die meisten Mitarbeiter Migranten, deren Arbeitsverträge teils an ihre Aufenthaltsgenehmigung gebunden sind. Die Unwissenheit der Betroffenen in Bezug auf ihre Rechte nutzten die betroffenen Franchisenehmer schamlos aus und zahlten an Krankheitstagen kein Gehalt.

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