Impfstatistik

Corona im Raum Roth/Schwabach: Jeder Zweite hat den "Booster"

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Robert Gerner

Schwabacher Tagblatt

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22.1.2022, 15:27 Uhr
Neue Wegmarkten sind erreicht: Mehr als 70 Prozent der Menschen im Bereich des Gesundheitsamtes Roth-Schwabach haben die Grundimmunisierung abgeschlossen. Mehr als 50 Prozent haben den "Booster".

© Fabian Sommer/dpa Neue Wegmarkten sind erreicht: Mehr als 70 Prozent der Menschen im Bereich des Gesundheitsamtes Roth-Schwabach haben die Grundimmunisierung abgeschlossen. Mehr als 50 Prozent haben den "Booster".

7816 mal ist in der zu Ende gehenden Woche in Schwabach und im Landkreis Roth gegen das Coronavirus angeimpft worden. Im Vergleich zu den Rekordzahlen der Wochen vor Weihnachten mit mehr als 15.000 Impfungen ist das zwar nur noch halb so viel. Dennoch haben jetzt mehr als 70 Prozent der Menschen ihre Grundimmunisierung abgeschlossen. Mehr als jeder Zweite der 168.000 Einwohner aus dem Gebiet des Gesundheitsamtes Roth-Schwabach hat inzwischen den „Booster“, die Auffrischungsimpfung.

70-Prozent-Marke übersprungen

In dieser Woche wurden in den beiden Impfzentren, bei dezentralen Impfaktionen und in den Praxen der Ärzte 633 Menschen erstgeimpft. 1498 Interessierte erhielten ihre zweite Impfung. Damit haben 118.962 Menschen (70,8 Prozent) ihre Grundimmunisierung abgeschlossen – ein Plus von 0,9 Prozentpunkten im Vergleich zur Vorwoche.

Die Zahl der Booster-Impfungen erhöhte sich um 5685 auf 8597 (51,0 Prozent). Diese Menschen haben nach Überzeugung der Wissenschaft nur noch ein sehr geringes Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken.

Mehr als 320.000 Spritzen gesetzt

Die Prozentzahlen sind allerdings Annäherungswerte, weil bei der Impfung nicht erfasst wird, woher der Geimpfte kommt. In aller Regel holen sich die Menschen aber wohnortnah ihre Spritze ab. Ausnahmen gibt es durch Betriebsärzte – oder dann, wenn beispielsweise ein Wendelsteiner seinen Hausarzt in Nürnberg hat. Dann wird diese Impfung Nürnberg zugeschlagen.

Die Gesamtzahl der Impfungen summiert sich im Landkreis Roth jetzt auf 213.137, in Schwabach auf 109.613. Zusammengenommen wurde also fast 323.000 Mal gegen Corona angeimpft.

Infektionszahlen steigen trotzdem

Dennoch geht es mit den Infektionszahlen weiter steil nach oben. In Schwabach stieg die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Ansteckungen binnen einer Woche, gerechnet auf 100.000 Einwohner, binnen 24 Stunden um über 100 Punkte: von 660,1 auf 777,0. Das ist der bisherige Rekordwert der seit fast zwei Jahre andauernden Pandemie. Alleine von Donnerstag auf Freitag meldete das Robert-Koch-Institut 80 neue durch PCR-Test bestätigte Fälle.

Ein ähnliches Bild auf etwas niedrigerem Niveau im Landkreis Roth: 189 neue Fälle ließen die Inzidenz am Freitag von 534,7 auf 618,9 emporschnellen. Laut RKI gibt es im Landkreis jetzt 12.788 bestätigte Infektionen seit März 2020. Mehr als jeder Zehnte hat sich damit schon einmal mit dem Virus infiziert. Schwabach hatte diese Marke schon Ende 2021 erreicht.

Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach geht auch in den nächsten Wochen noch von stark steigenden Fallzahlen aus, auch wenn sich in ersten Bundesländern wie Bremen die Omikron-Welle allmählich zu brechen scheint.

Bisher unter Kontrolle

Wichtig: Eine Infektion ist nicht gleichzusetzen mit einer Erkrankung. In den Krankenhäusern ist die Lage (noch) unter Kontrolle, die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sinkt seit Wochen sogar. In der Schwabacher Diakoneo-Klinik muss laut Divi-Intensivregister derzeit kein Covid-Patient auf der Intensivstation behandelt werden, in der Rother Kreisklinik ist es einer. Einer von bayernweit derzeit 354.