Gegen Ende war es zäh

Dittenheimer Zwischenbilanz: "Mussten uns über die Ziellinie schleifen"

28.12.2021, 15:19 Uhr
Hatte nicht immer Spaß an den Spielen seiner Mannschaft: Dittenheims Trainer Martin Huber.

Hatte nicht immer Spaß an den Spielen seiner Mannschaft: Dittenheims Trainer Martin Huber. © Foto: Dominik Mayer

Nach Platz vier in der Vorsaison rangiert der FV Dittenheim in dieser Spielzeit zur Winterpause auf dem sechsten Tabellenplatz der Bezirksliga Süd, allerdings schon mit einem beträchtlichen Rückstand auf das Spitzentrio mit dem SV Unterreichenbach, dem FC Wendelstein und dem SC Aufkirchen. Unter den gegebenen Umständen, mit den Veränderungen im Spielerkader und dem Verletzungspech ist Trainer Martin Huber mit dem bisherigen Abschneiden seines Teams aber zufrieden:

"Wenn man die Abgänge vor dieser Saison berücksichtigt, haben wir bisher insgesamt eine gute Saison gespielt. Die Wechsel von Thomas Selz und Matthias Huzel mussten erst einmal verkraftet werden. Die Langzeitverletzten Jens Schmauser und Tizian Schmidt haben sehr gefehlt. Timo Schweiger und Lars Walczyk standen ebenfalls nicht zur Verfügung. Das zeigt aber die Stärke unseres Kaders in dieser Saison, dass wir die vielen Veränderungen gut weggesteckt haben." Dass die Winterpause vorzeitig eingeläutet wurde, war im Dittenheimer Lager sicherlich wohlwollend aufgenommen worden, da das Team zuvor dreimal in Serie als Verlierer gegen den TSV Greding, den FC Wendelstein und ASV Zirndorf vom Platz gegangen ist.

Klatsche in Unterreichenbach

"Zum Schluss war es nicht mehr so prickelnd, und wir mussten uns noch über die Ziellinie schleifen. Aber unter diesen Umständen ist das nur verständlich, denn so groß kann der Kader in Dittenheim gar nicht sein, um dann auch noch so viele Verletzte wegzustecken. Wenn dann einige Spieler angeschlagen sind tut man sich sehr schwer", analysiert Coach Huber die letzten Begegnungen.

Die hohe 0:5-Niederlage gegen den Aufsteiger und Tabellenführer SV Unterreichenbach blieb Huber in schlechter Erinnerung: "Die schwächeren Spiele zeichnen sich ganz klar auch durch die Ergebnisse ab. In Unterreichenbach lief es nicht gut und in Wendelstein sind wir sehr schwach aufgetreten. Im Rückspiel haben sie sehr gut gespielt und wir konnten in unserer Situation nicht dagegen halten. Hätten wir die hohen Niederlagen vermieden, würde unsere Defensivbilanz um einiges besser aussehen."

Doch gegen die Tabellennachbarn holte der Dorfverein mit starken Leistungen die nötigen Punkte, geriet zu keiner Zeit in Abstiegsgefahr und steht nun jenseits von Gut und Böse. "Zu Hause gegen Greding und auch gegen Dombühl haben wir sehr gut gespielt. Lauterhofen war eine richtig gute Mannschaft. Wir haben über 90 Minuten dagegen gehalten, haben nie aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft. Am Ende dann doch noch einen Punkt mitgenommen, auch wenn er etwas glücklich war," blickt Huber zurück und freut sich besonders auf die beiden Duelle gegen zwei Aufstiegskandidaten auf eigenem Terrain:

Angreifen, wenn alle fit sind

"Der Zug nach ganz oben ist wahrscheinlich schon abgefahren. Wir treffen nochmals auf die beiden Spitzenteams aus Aufkirchen und Unterreichenbach, und da wollen wir zeigen, was wir können. Sie sind sehr konstant in ihren Leistungen und es wird für uns fast unmöglich, nochmals heranzukommen. Aber bei den beiden Heimspielen gegen sie geht es auch um Wiedergutmachung. Die hohen Niederlagen haben unseren wahren Leistungsstand nicht widergespiegelt."

Huber ist sich sicher, dass sein Team am Ende weiter vorne landet, wenn der Kader wieder komplett ist: "Wenn alle Spieler zur Verfügung stehen, sieht es wieder ganz anders aus. Meine große Hoffnung ist, dass die Spieler nach der Winterpause ihre Verletzungen auskuriert haben. Wenn alle erfolgreich die Vorbereitung absolviert haben, wollen wir uns erst nach hinten absichern, um nicht in Bedrängnis zu geraten, aber ich bin mir sicher, dass wir auch noch Plätze gutmachen können. Mehr als Platz drei dürfte nicht mehr drin sein, aber vielleicht können wir noch ein kleines Wunder bewirken."

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