Mögeldorfs Trainer Frey zieht eine Zwischenbilanz

Für einen Aufsteiger gar nicht so schlecht

27.12.2021, 10:00 Uhr
Für die Zukunft gut aufgestellt: die Mannschaft der SpVgg Mögeldorf. 

Für die Zukunft gut aufgestellt: die Mannschaft der SpVgg Mögeldorf.  © Eduard Weigert

Für die Sportvereinigung Mögeldorf ging nach dem 2:2 im Heimspiel gegen Adelsdorf ein äußerst erfolgreiches Jahr zu Ende. Das Team von Trainer Norbert Frey spielt erstmals in der Bezirksliga und scheint sich dort schnell eingefunden zu haben. Der Saisonstart glückte, die ersten vier Begegnungen blieb man ungeschlagen, ehe man drei Niederlagen am Stück einstecken musste. Die Reaktion kam prompt, drei Siege in Folge, ehe man nach und nach mit Rückschlägen zu kämpfen hatte.

Torjäger Grätz (elf Spiele, zwölf Tore) verletzte sich im Heimspiel gegen Ottensoos schwer und fiel somit in den verbleibenden Spielen aus. Hinzu gesellten sich weitere Ausfälle, sodass sich der Aufsteiger in die Winterpause mogeln musste. Nach 19 Begegnungen, sieben Siegen, sechs Unentschieden und sechs Niederlagen überwintert die Frey-Elf auf dem siebten Tabellenplatz.

Trainer Norbert Frey zieht nach der ersten Bezirksliga-Halbserie der Vereinsgeschichte eine erste Zwischenbilanz:

Die Überraschungen

Das sind mit David Brutcher und Hendrik Behnisch die beiden Youngster, die im Sommer aus der A-Jugend herausgekommen und ohne Anlaufschwierigkeiten sofort Stammspieler geworden sind. Mit Caspar Flosdorff steht der nächste 19-Jährige kurz davor. Nachdem er zu Beginn noch öfters fehlte, konnte er in den letzten Wochen mehr und mehr auf sich aufmerksam machen.

Nach den Ausfällen von unseren Torhütern konnte zudem unser A-Jugend-Keeper Tom Zierock sein Talent in der Bezirksliga unter Beweis stellen und zeigte hierbei starke Leistungen. Es gefiel mir natürlich, dass wir gegen die beiden tabellarisch besten Mannschaften Buckenhofen und Weisendorf sehr gute Leistungen zeigten und sie am Rande einer Niederlage hatten.

Für uns ist es aber keine Überraschung, dass wir mit unserem Kader nicht hinten reingerutscht sind. Leider mussten wir in den letzten Wochen fünf bis zehn Spieler ersetzen, darunter auch Leistungsträger. Dadurch dünnte sich der Kader sehr aus und wir konnten uns nicht im vorderen Drittel festsetzen.

Die Enttäuschungen

Sehr enttäuschend waren die Ergebnisse gegen Diepersdorf und gegen den TV 48 Erlangen. Gegen Diepersdorf kassierten wir nach einer 2:0-Führung völlig unnötig noch das 2:2 und schenkten die Punkte her. Beim TV 48 Erlangen konnten wir unsere Chancen nicht nutzen und haben unnötig mit 0:1 verloren. Diesen Punkten trauern wir schon noch nach.

Enttäuschend waren auch die beiden Roten Karten im Heimspiel gegen Hersbruck. Beide waren berechtigt und mehr als unnötig. Auch das unsportliche Verhalten des Trainers Stefan Erhardt im Rückspiel gegen Hersbruck bleibt für mich in schlechter Erinnerung.

Der Aufreger

Sportliche Aufreger hatten wir einige. Gleich zum Saisonstart gegen Kalchreuth kassierten wir in Unterzahl in der 94. Minute den 2:2-Ausgleich. Gegen den Herbstmeister Buckenhofen führten wir ebenfalls bis in die Nachspielzeit hinein, ehe wir in der 94. Minute den 1:1-Ausgleich hinnehmen mussten.

In Weisendorf haben wir die wahrscheinlich beste halbe Stunde der Saison gespielt. 2:0 stand es nach wenigen Minuten, die Weisendorfer hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn es nach 30 Minuten 4:0 steht. Wir haben aber beste Möglichkeiten liegen lassen und das rächte sich, da der ASV sich nicht aufgab und sich wieder reinkämpfte. In der Schlussminute kassierten wir das 2:3 und standen am Ende mit leeren Händen da.
Aus diesen Spielen werden die Jungs lernen, an den späten Gegentoren müssen wir aber arbeiten.

Der Shootingstar

Einen einzelnen Spieler möchte ich nicht herausheben. Wie schon vorher erwähnt, haben sich alle A-Jugendspieler sehr schnell an den Herrenbereich und die etwas andere Spielweise gewöhnt. Manche haben sich schon zu echten Leistungsträgern entwickelt und mit schönen Toren oder wichtigen Zweikämpfen zum Erfolg beigetragen, die anderen sind aber auch auf einem guten Weg.

Die Perspektive

Nach Rückkehr der langzeitverletzten sowie kranken Spieler wollen wir in den verbleibenden elf Spielen den Abstand auf die Relegationsplätze beibehalten beziehungsweise schnellstmöglich wieder etwas vergrößern, um eine sorgenfreie Restsaison spielen zu können.

Wir haben viele junge und einige erfahrene Spieler, ich denke, das ist eine gute Mischung. Ich freue mich, wenn zur Vorbereitung wieder alle Spieler zur Verfügung stehen, denn dann kann bei unserer Qualität im Kader auch die Ersatzbank ein Trumpf sein. Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt und wollen uns in der Bezirksliga etablieren.

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