Platz fünf in der Kreisklasse N/Fr. 5

Ob jetzt oder später: Altenberg will in die Kreisliga

14.1.2022, 15:35 Uhr
Beim 5:3 im Stadtderby des TSV Altenberg gegen die DJK Oberasbach muss der enttäuschte Patrick Winkler (rechts) dem Altenberger Torschützen Tim Böhm (2. von rechts) beim Jubeln zusehen. Die Partie endete 5:3 für den Altenberg.

Beim 5:3 im Stadtderby des TSV Altenberg gegen die DJK Oberasbach muss der enttäuschte Patrick Winkler (rechts) dem Altenberger Torschützen Tim Böhm (2. von rechts) beim Jubeln zusehen. Die Partie endete 5:3 für den Altenberg. © Foto: Wolfgang Zink

Tobias Meßenzehl ist Co-Trainer beim TSV Altenberg Er traut der Mannschaft den Sprung in die Kreisliga durchaus zu: "Mit nun 28 Punkten aus 14 Spielen hat sich das Team eine sehr positive Ausgangssituation für die Rückrunde erarbeitet. Das führt zwangsläufig auch zu neuen Zielsetzungen."


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Meßenzehl ist seit Juni 2020 an der Oberasbacher Jahnstraße als Coach tätig, wobei er hier nicht nur Sammy Hammami als Co-Trainer der ersten Mannschaft und der U 19 unterstützt, sondern auch die Hauptverantwortung für die zweite Mannschaft trägt.

Diese Konstellation führe zwar besonders am Wochenende oft zu Überschneidungen, komme aber dem Konzept einer engen Zusammenarbeit zwischen den drei Mannschaften und vor allem der Heranführung der Jugendspieler an den Herrenbereich sehr entgegen.

Vor seinem Engagement im Hans-Reif-Sportzentrum war der 41-jährige Logistiker viele Jahre erfolgreich als Spieler: unter anderem bei der heutigen SGV Nürnberg-Fürth 1883 und beim ehemaligen Türkischen FK Nürnberg. Als defensiver Mittelfeldspieler war immer Zinedine Zidane sein Vorbild: "Im Gesamtpaket war er der kompletteste Spieler".

Im Rückblick auf die bisherige Spielzeit lobt Meßenzehl die Tatsache, dass die Mannschaft das spielerische Konzept voll und ganz angenommen habe. Doch es gebe noch viel Luft nach oben, da bei zwei Einheiten pro Woche die Erarbeitung und Umsetzung verschiedener spielerischer und taktischer Aspekte durchaus ihre Zeit brauche.

Meßenzehl sieht "Lernprozess"

Und dann ist da noch die Sache mit der Konstanz: "Woche für Woche, aber auch innerhalb eines Spiels über 90 Minuten eine gleichbleibende Leistung abzurufen – da gab es in der Hinrunde hin und wieder Schwankungen." Daran müsse sich das Team messen lassen. Gleichzeitig relativiert er: Die junge Truppe befinde sich eben noch im "Lernprozess".

"Da unsere mittelfristige Planung ohnehin einen Aufstieg in die Kreisliga vorsieht, würden wir uns nicht sträuben, wenn es bereits diese Saison klappt", schielt er durchaus auf die Spitzenplätze.

"Grundsätzlich gesprochen, wollen wir uns punktetechnisch verbessern und das Maximum herausholen, um oben mitzuspielen." Angesichts der Tabellensituation könnte es also durchaus passieren, dass die beiden Lokalrivalen TSV Altenberg und DJK Oberasbach, die momentan in der selben Liga um Punkte kämpfen, in der nächsten Saison durch zwei Spielklassen getrennt antreten werden. Denn die DJK Oberasbach ist derzeit mit nur fünf Punkten Tabellenletzter. Immerhin liegt die DJK Concordia Fürth auf dem Abstiegsrelegationsplatz zwölf nur einen Zähler entfernt. "Die DJK Oberasbach und die aktuelle Situation dort sind bei uns nicht mehr und nicht weniger Thema als jeder andere Gegner auch", sagt Meßenzehl.

"Wir sind auf uns selbst fokussiert und beschäftigen uns am bevorstehenden Spieltag mit dem jeweiligen Gegner. Lokalrivalität hin oder her: Wir wünschen keinem unserer Kontrahenten einen sportlichen Misserfolg", gibt er ganz im Sinne des Fair Play zu Protokoll.

Tim Böhm ist der Torjäger

Verlassen können sich die Altenberger auf den stärksten Angriff und mit Tim Böhm auch auf den Toptorjäger der Liga. "Tim hat mit seinem Tempo, Durchsetzungsvermögen und Abschlussstärke beste Voraussetzungen als Stürmer und hat mit bisher 21 Treffern gezeigt, wie wertvoll er für das Team sein kann", schwärmt Meßenzehl.

Dennoch gibt der Co-Trainer zu bedenken, dass ein guter Stürmer auch immer abhängig von seinen Mitspielern ist: "Es müssen schließlich auch Mittel und Wege gefunden werden, um überhaupt zu Offensivaktionen zu kommen. Das gelingt uns bislang gut."


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Trotz der augenfälligen Offensivstärke sei das Spiel nicht auf einen oder die Stürmer zugeschnitten. "Sonst würden wir uns berechenbar machen und zudem andere Potenziale und Stärken im Team ungenutzt lassen." Das habe nicht zwingend mit der Ausrichtung des Trainerduos zu tun. In Altenberg gilt der Leitspruch: "Natürlich schießt du nur Tore, wenn du auch in Ballbesitz bist."

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