Kreisliga Erlangen/Pegnitzgrund 2

TSV Neunkirchen: Mit "Jojo" Müller zurück in die Zukunft

31.12.2021, 13:33 Uhr
Joachim Müller hat bei den

Joachim Müller hat bei den "Grünen" erfolgreiche Zeiten erlebt: 2017/18 führte er die Brandbachkicker in die Bezirksliga. © Sportfoto Zink / ThHa, NN

Pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen konnten die Verantwortlichen des TSV Neunkirchen ihre Planungen für die neue Saison nahezu abschließen, die Vertragsverlängerung mit Trainer Joachim Schwarz war in trockenen Tüchern. Doch ein Angebot eines höherklassigen Vereins wirbelte alles durcheinander, so dass nun ein neuer alter Trainer die Brandbachkicker in die Rückrunde führt.

Eigentlich herrschte in Neunkirchen große Zufriedenheit, unter Trainer Schwarz war ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen und anstatt eines enttäuschenden Abstiegskampfs wie in den Vorjahren fand sich der TSV in der Spitzengruppe wieder. Aktuell steht die Mannschaft auf Platz drei und ist mit zwei Nachholspielen noch in Schlagdistanz zu Tabellenführer TSV Geschwand/Wolfsberg. Aufgrund dessen wollten die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Andreas Pitteroff den erfahrenen Übungsleiter am Brandbach halten.

Kurz, aber erfolgreich: Joachim Schwarz verlässt den TSV Neunkirchen schon wieder.

Kurz, aber erfolgreich: Joachim Schwarz verlässt den TSV Neunkirchen schon wieder. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, NN

Kurz nach der Vertragsverlängerung dann aber der vorweihnachtliche Schock: Schwarz bat um Vertragsauflösung, da er ein verlockendes Angebot von einem höherklassigen Verein (der Name des Klubs wurde noch nicht bekanntgegeben) erhalten hatte, dass er ungern ausschlagen wollte. Pitteroff konnte es zunächst gar nicht glauben: „Wir hatten den Spielern zum größten Teil schon mitgeteilt, dass ihr Trainer weitermacht. Das war dann plötzlich wieder hinfällig. Das war schon so etwas wie ein Schock.“

Ein alter Bekannter

Der Verein stimmte dem Wunsch des 41-Jährigen zu und fasste schnell auch schon einen neuen Kandidaten ins Auge. Aufgrund der erfolgreichen gemeinsamen Vergangenheit kam man schnell auf Joachim „Jojo“ Müller, den Aufstiegstrainer in die Bezirksliga aus der Saison 2017/18.

Im November erst hatte sich Müller aus Eggolsheim verabschiedet, nachdem es dort in der Hinrunde sportlich so gar nicht laufen wollte. Dieser Umstand war den Neunkirchener Verantwortlichen natürlich bekannt, so dass sie ihn direkt kontaktierten. Da Pitteroff selbst in Quarantäne weilte, übernahm sein Stellvertreter Daniel Hofmann die ersten Gespräche.

Auch holten die Verantwortlichen Co-Trainer Manuel Menges und den Mannschaftsrat mit ins Boot, die mit der Lösung Müller absolut einverstanden waren. Lediglich zwei Tage Bedenkzeit brauchte der ehemalige Torwart, ehe er an seiner neuen alten Wirkungsstätte zusagte. Pitteroff zeigt sich mit der Lösung sehr zufrieden, weiß aber auch, dass es keine leichten Umstände sind: „Jojo hat auch gesagt, dass es so nicht leicht ist, ein Team zu übernehmen, mit dem ein anderer die Arbeit schon begonnen hat. Von unserer Seite stehen wir vollkommen hinter ihm, egal, wie er es jetzt angeht.“

Kein Druck auf die Mannschaft

Aufgrund der aussichtsreichen Tabellenkonstellation könnte am Ende sogar die Bezirksliga-Rückkehr stehen, doch Pitteroff will hier keinen Druck auf die Mannschaft und den Coach aufbauen. Im Vordergrund soll die Entwicklung der Mannschaft stehen, sollte dann am Ende der große Wurf herauskommen, würde sich in Neunkirchen sicherlich keiner ärgern. Menges bleibt als Co-Trainer dabei, und das Engagement von Müller ist erst einmal für die kommenden eineinhalb Jahre angedacht.

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