Winter-Transfer

Von Mögeldorf in die Landesliga: Wunschspieler Grätz verstärkt Großschwarzenlohe

7.1.2022, 13:59 Uhr
Hat mit Mögeldorf in der Kreisliga und auch nach dem Aufstieg in der Bezirksliga überzeugt: Angreifer Tobias Grätz (Bildmitte).

Hat mit Mögeldorf in der Kreisliga und auch nach dem Aufstieg in der Bezirksliga überzeugt: Angreifer Tobias Grätz (Bildmitte). © Sportfoto Zink / OGo, NNZ

Lange Zeit schien die Arbeit von Reiner Großberger keine Früchte zu tragen. Doch wer den Trainer des SC Großschwarzenlohe kennt, weiß: So schnell gibt der 37-Jährige nicht auf. Über drei Jahre hinweg hielt er den Kontakt zu Tobias Grätz, der ihm immer wieder absagte. Jetzt erhält der Coach den Lohn seiner Bemühungen: Der Mittelstürmer wechselt zum SCG.

Mit 16 Treffern in 20 Spielen zum Bezirksliga-Aufstieg

Dementsprechend begeistert ist Großberger, der die Mannschaft gemeinsam mit Spielertrainer Florian Bauer anleitet und von einem "Glücksgriff" für den Verein spricht.
Doch was ist es, das Grätz, der doch in den vergangenen Jahren stets auf niedrigerem Niveau spielte, so begehrenswert für den Landesligisten macht? Neben der Tatsache, dass ein klassischer Goalgetter im Kader der Wendelsteiner zuletzt fehlte, ist es das, woran am Ende jeder Mittelstürmer gemessen wird: die Torquote.

Tobias Grätz, der einst in der Jugend des SSV Jahn Regensburg ausgebildet wurde, trug mit seinen Treffern in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Aufschwung der SpVgg 2000 Mögeldorf bei. Mit 16 Treffern in 20 Spielen schoss er das Team in der vergangenen Spielzeit zum Bezirksliga-Aufstieg, ehe er auch eine Ligastufe höher überzeugen konnte.
Bevor ihn eine Verletzung ausbremste, traf er in nur elf Spielen zwölfmal.

Neben diesen fußballerischen Qualitäten, die Grätz in der Frühphase seiner Karriere auch schon auf Bayern- und Landesliga-Niveau unter Beweis stellte, stellt Großberger eine weitere Qualität heraus: dessen Charakter. "Tobi hat uns auch als Typ überzeugt", sagt der Trainer. "Seine Erfahrung wird uns zudem gut zu Gesicht stehen."

Der 30-Jährige selbst sah nun einen guten Zeitpunkt gekommen, um sich noch einmal auf höherem Niveau zu probieren. "In Mögeldorf verlasse ich kein sinkendes Schiff", erklärt er mit Blick auf die Platzierung des Teams im Tabellenmittelfeld der Bezirksliga Nord. "Und mich hat es immer gejuckt, auf dem höchstmöglichen Level zu spielen."

Ziel für die Restsaison: Möglichst schnell den Klassenerhalt schaffen

Dazu erhält er nun noch einmal Gelegenheit. Ziel für die Restsaison ist es, möglichst schnell den Klassenerhalt zu schaffen. Wenn Grätz seine Torquote ansatzweise hält und Trainer Großberger weiter ein derartiges Engagement an den Tag legt, stehen die Chancen darauf sehr gut.

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