Interview mit dem Jahn-Youngster

Yannick Kupfer: "Für den Aufstieg müssen wir eine Schippe drauflegen"

4.1.2022, 06:00 Uhr
Definitiv angekommen: Yannick Kupfer (Mitte) wird nach einem Tor von Tim Hofmann abgeklatscht, Timo Goldammer eilt hinzu.

Definitiv angekommen: Yannick Kupfer (Mitte) wird nach einem Tor von Tim Hofmann abgeklatscht, Timo Goldammer eilt hinzu. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, NN

Das Aufstiegsrennen in der Landesliga, seine persönliche Entwicklung und Regionalliga-Träume – das sind die Themen unseres Interviews mit dem aufstrebenden Talent, für das die Landesliga nicht die Endstation sein soll, wenn es nach ihm geht.

Herr Kupfer, aktuell ist Winterpause. Wie haben Sie die Zeit zwischen den Jahren verbracht?
Kupfer: Die Feiertage selbst habe ich natürlich mit der Familie in Röttenbach verbracht. Ansonsten stand auch diese Zeit im Zeichen des Sports. Ich war im Fitnessstudio und habe in der Soccer-Halle in Eltersdorf gekickt, teils mit der Mannschaft, aber auch privat.

Sprechen wir zunächst über die Mannschaft: Wie bewerten Sie die bisherige Saison?
Kupfer: Das Ziel war und ist der Aufstieg. Wir hätten den einen oder anderen Punkt mehr mitnehmen können, aber daran können wir jetzt nichts mehr ändern. Insgesamt sind wir schon zufrieden. Um den Aufstieg tatsächlich schaffen zu können, müssen wir aber ein paar Schippen drauflegen.

Was muss konkret besser werden, damit Ihr Team am Ende einen der ersten beiden Plätze belegt?
Kupfer: Es wird vermutlich um Rang zwei hinter Kornburg gehen. Wir müssen im letzten Drittel abgezockter sein, unsere Chancen besser verwerten. Bislang haben wir einfach zu viele Gelegenheiten ausgelassen. Außerdem müssen wir die Leichtsinnsfehler im Spielaufbau abstellen. Ich erwarte eine sehr intensive Vorbereitung, um diese Verbesserungen zu erreichen. In jedem Fall wird es keine leichte Aufgabe, die Ziele noch zu erreichen.

Blicken wir auf Sie persönlich. In Ihrer ersten Herren-Saison finden Sie sich in der Landesliga gut zurecht. Läuft es genauso, wie Sie es sich vorgestellt haben?
Kupfer: Mit dem bisherigen Verlauf bin ich zufrieden. Ich bin in eine gute Truppe gekommen, mit der ich auch privat viel Zeit verbringe, was mir geholfen hat. Am Anfang habe ich zwar nicht so viel gespielt und wurde häufig erst spät eingewechselt. Mit der Zeit aber habe ich mehr Einsatzzeiten erhalten und das Vertrauen mit vier Toren, vier Assists und guten Leistungen zurückgezahlt.

Sind Sie überrascht, dass Sie sich so schnell auf dem doch recht hohen Niveau zurechtgefunden haben?
Kupfer: Überrascht eher nicht. Ich sehe mich schon als guten Spieler. Vor meinem Wechsel habe ich mir Spiele des Jahn angeguckt und gedacht, dass ich die Mannschaft weiter verstärken könnte. Es ist schön, dass es so läuft, wie ich mir das vorgestellt habe.

Was macht Sie bereits jetzt so stark?
Kupfer: Zunächst sticht meine Schnelligkeit ins Auge, die mich zusammen mit einer gewissen Beweglichkeit zu einem quirligen Spieler macht. Außerdem bin ich mental schon recht weit und besitze eine gute Eigenmotivation. Wie bereits erwähnt, muss ich aber körperlich noch zulegen.

Sie spielen mit 19 Jahren eine wichtige Rolle auf Landesliga-Niveau, haben alle 18 Spiele bestritten. Wo soll es langfristig hingehen für Sie?
Kupfer: Der Jahn soll für mich im Idealfall ein Sprungbrett für höhere Ligen sein. Ich habe ja in der Jugend mal bei der SpVgg Greuther Fürth gespielt und will auch im Herren-Bereich das höchstmögliche Niveau erreichen. Ein realistisches Ziel wäre es vielleicht, mal in der Regionalliga zu spielen. Das muss man aber erstmal abwarten, ich will nichts überstürzen.

Haben Sie fußballerische Neujahresvorsätze?
Kupfer: Ja, ich habe mir vorgenommen, neben dem Mannschaftstraining persönlich noch mehr zu arbeiten, Joggen zu gehen und körperlich zuzulegen, was aktuell noch ein Manko ist.
Für die Restsaison möchte ich noch ein paar weitere Scorerpunkte holen und damit die Mannschaft und mich so weit wie möglich bringen.

Keine Kommentare