Kolumne zum Kleeblatt

Laubenweg 60: Enttäuschung auf dem Transfermarkt - doch kein Kosovo-Knipser

Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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6.2.2024, 15:00 Uhr
Traf für den Kosovo auch im Länderspiel gegen die Schweiz: Muhamet Hyseni (Mitte)

© IMAGO/Jöran Steinsiek Traf für den Kosovo auch im Länderspiel gegen die Schweiz: Muhamet Hyseni (Mitte)

Am vergangenen Donnerstag ist die skurrilste Zeit im Profifußball zu Ende gegangen. Auf dem sogenannten Transfermarkt geht es ja mit jedem Jahr gefühlt noch ein bisschen aufgeregter zu, weshalb es inzwischen sogar den Beruf des "Transferjournalisten" gibt.

Der Trend zur Aufgeregtheit macht natürlich auch nicht vor dem beschaulichen Fürth Halt. Als Kleeblatt-Reporter bekommt man während der Wechselperiode alle paar Tage ein neues Gerücht zugeschickt, immer verbunden mit der Frage: Und? Kommt der? Die Antwort lautet in 99 Prozent der Fälle: Nein. Natürlich nicht.

Aus Rom zur SpVgg Greuther Fürth?

So war es auch im Winter 2023/2024. An wem die Spielvereinigung da alles interessiert gewesen sein soll. An Michael Udebuluzor, einem 19-jährigen Angreifer aus der zweiten Mannschaft des FC Ingolstadt, der für die Nationalmannschaft Hongkongs spielt. An Martin Vetkal, einem ebenfalls 19 Jahre jungen Esten aus der U19 der AS Rom, der angeblich "bei einer ganzen Reihe von internationalen Vereinen auf dem Zettel" stehe, wie es irgendwo im Internet hieß.

Zudem sollte mit Raki Aouani ein Rechtsaußen (Sie ahnen es: 19 Jahre alt) vom ES Sahel aus dem tunesischen Sousse nach Fürth wechseln. Den größten Wirbel aber gab es um Muhamet Hyseni, einen Mittelstürmer vom KF Llapi, der derzeit Top-Torschütze in der kosovarischen Liga ist, weshalb auch die "Bild" vom angeblichen Interesse am "Kosovo-Knipser" berichtete. In der Rückrunde muss das Kleeblatt allerdings ohne ihn auskommen - und leider auch ohne den Hongkong-Hünen, den Estland-Edeltechniker und den Tunesien-Torjäger.

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