Stammstreckenteil gesperrt

S-Bahn entgleist an Münchner Bahnhof - Massive Einschränkungen für Pendelverkehr

Johanna Mielich

Online-Redaktion

E-Mail zur Autorenseite

23.11.2023, 12:40 Uhr
Bundespolizisten und Bahnarbeiter stehen in den Morgenstunden an einer entgleisten S-Bahn im Tunnel hinter der Haltestelle Isartor. 

© Peter Kneffel, dpa Bundespolizisten und Bahnarbeiter stehen in den Morgenstunden an einer entgleisten S-Bahn im Tunnel hinter der Haltestelle Isartor. 

Eine Münchner S-Bahn ist in der Nacht auf Donnerstag im Bereich eines Bahnhofs entgleist. Verletzt wurde niemand, es kam jedoch zu erheblichem Schaden, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Der Verkehr auf der Stammstrecke wurde durch eine Sperrung in Folge des Unfalls stark eingeschränkt.

Wie lange die Sperrung andauern wird, konnten Bundespolizei und Deutsche Bahn zunächst nicht sagen. Der Bereich des Unfalls sei sehr eng und ein Hilfszug komme deshalb nicht nah genug heran, sagte der Sprecher des Bundespolizei. Die Deutsche Bahn empfahl Fahrgästen, auf die U-Bahn auszuweichen.

Das Drehgestell der S-Bahn war den Angaben nach aus bislang unklaren Gründen in einem Tunnel der Stammstrecke im Bereich einer Weiche entgleist. Das Gleisbett, der Unterbau sowie die S-Bahn seien dabei beschädigt worden. Nähere Angaben zum entstandenen Schaden gab es zunächst nicht.

Die Insassen wurden demnach von der Feuerwehr zum Bahnsteig gebracht. Da ein Teil der S-Bahn bereits im Bahnhof Isartorplatz stand, konnten einige Fahrgäste die Bahn über die Türen verlassen. Die S-Bahn war während des Unfalls um 1.20 Uhr den Angaben zufolge mit rund 15 Stundenkilometern unterwegs. Wie viele Menschen sich genau in der Bahn befanden, konnte die Bundespolizei nicht sagen, da sich die Fahrgäste bis zum Eintreffen der Beamten zum Teil bereits entfernt hatten.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

Erst vor wenigen Tagen waren am Bahnhof im oberbayerischen Reichertshausen ein ICE und eine Regionalbahn im Bereich einer Weiche seitlich zusammengestoßen. Sieben Menschen wurden dabei leicht verletzt. Der Regionalverkehr war anschließend über mehrere Tage eingeschränkt.