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Allergien erkennen und richtig damit umgehen

Etwa 20% der deutschen Bevölkerung leiden an einer oder mehreren allergischen Erkrankungen.

© https://unsplash.com/photos/zR7Js1a2JRs Etwa 20% der deutschen Bevölkerung leiden an einer oder mehreren allergischen Erkrankungen.

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Eine Hausstauballergie lässt sich unter Einhaltung der richtigen Putztipps bei Hausstauballergie eindämmen. Und bei Heuschnupfen können unterschiedliche Medikamente wahre Wunder bewirken. Doch gibt es noch weitere Allergien, wie erkenne ich diese eigentlich? Und wie lässt sie sich unter Kontrolle bringen? In diesem Artikel beleuchten wir dieses Thema einmal genauer.

Allergien sind ein wachsendes Problem

Allergien sind ein wachsendes Problem in den meisten Industrieländern. In Deutschland leiden etwa 20 Prozent der Bevölkerung an einer oder mehreren allergischen Erkrankungen. Die häufigsten sind Heuschnupfen, Neurodermitis und Asthma.

Doch was ist eigentlich eine Allergie? Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf bestimmte Substanzen, die als Allergene bezeichnet werden. Die Reaktion kann sowohl einen milden Verlauf aufweisen wie beispielsweise bei einer Nesselsucht als auch lebensbedrohlich, wie bei einem allergischen Schock.

Die Ursachen dafür sind vielfältig. Häufig sind es Stoffe aus der Umwelt, die das Immunsystem reizen, zum Beispiel Pollen, Tierhaare oder Schimmelpilze. Auch Medikamente, Lebensmittel und Insektengifte können Allergien auslösen. In manchen Fällen liegen die Ursachen aber auch in den Genen: Wer einen Elternteil oder Geschwister mit einer Allergie hat, ist selbst häufiger betroffen. Allergien können das Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Viele müssen zu typischen Jahreszeiten die Natur meiden, da es zu einem vermehrten Pollenflug in der Luft kommt. Andere müssen auf Lebensmittel verzichten, beispielsweise Walnüsse, bei einer Reaktion auf das Allergen kann es im schlimmstenfalls zu einer akuten Atemnot führen. Die Angst vor einer allergischen Reaktion begleitet betroffene Personen nahezu jeden Tag.

Die häufigsten allergischen Reaktionen

Allergien sind eine weitverbreitete Erkrankung, die viele Menschen betrifft. Die häufigsten allergischen Reaktionen umfassen Nasennebenhöhlenentzündungen, Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis (auch Urtikaria genannt). Sie können auch zu schwerwiegenderen Reaktionen führen, wie z. B. einem anaphylaktischen Schock. Wie bereits zu Beginn erwähnt, kommt es zu einer übermäßigen Abwehrreaktion des Immunsystems.

Wenn ein Allergen in Kontakt mit dem Körper kommt, reagiert das Immunsystem mit der Produktion von Antikörpern, um das dieses zu bekämpfen.

Diese Abwehrreaktion kann zu den unterschiedlichsten Symptomen führen, je nachdem, welches Organ vom Immunsystem angegriffen wird. So lassen sich beispielsweise erste Einschätzungen feststellen, wer mit geröteten Augen und laufender Nase zu kämpfen hat, leidet höchstwahrscheinlich an Heuschnupfen.

Allergien sind eine häufige Erkrankung, die viele Menschen betrifft. Sie können jedoch schwer zu erkennen sein, da die Symptome oft ähnlich wie die anderer Erkrankungen sind. Es ist daher wichtig, aufmerksam auf Ihren Körper und auf Anzeichen von Allergien zu achten. Wer den Verdacht hat, auf etwas allergisch zu reagieren, sollte unbedingt einen Arzt konsultieren, um eine Diagnose zu stellen und die richtige Behandlung zu erhalten. Die häufigsten Symptome von Allergien sind:

  • Juckreiz
  • Nesselsucht
  • Husten
  • Schnupfen
  • Atemnot
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Schwindel

Wer mindestens eines dieser Symptome bei sich beobachten, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Nur dieser kann feststellen, ob es sich tatsächlich um eine Allergie handelt und wenn ja, welcher Auslöser dafür verantwortlich ist.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Bei einer Allergie handelt es sich also um eine übersteigerte Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe, die als Allergene bezeichnet werden. Die häufigsten dieser Art sind Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare und Nahrungsmittel. Allergien können in unterschiedlicher Schwere auftreten.

Bei einer leichten Allergie ist meist nur ein Organ betroffen, beispielsweise die Augen oder die Nase. In schwereren Fällen können auch mehrere Organe betroffen sein und es kann zu lebensbedrohlichen Zuständen wie dem anaphylaktischen Schock kommen. Die Behandlung richtet sich nach der Art und Schwere der Symptome.

Bei leichten Symptomen genügt oft schon eine symptomatische Behandlung mit antiallergischen Medikamenten wie Antihistaminika oder Kortikosteroiden. In schwereren Fällen kann es notwendig sein, das Allergen zu meiden oder es durch eine Immuntherapie (Desensibilisierung) unempfindlich zu machen.

Tipps, um der Allergie den Kampf anzusagen

Eine allergische Reaktion kann in der Regel nicht vollständig verhindert werden. Daher ist es wichtig, die Symptome so gut wie möglich zu behandeln und die Auslöser der Allergie so weit wie möglich zu meiden.

Es gibt eine Reihe von Tipps, welche befolgt werden können, um eine Allergie zu vermeiden oder zumindest die Symptome zu lindern. Zunächst sollte man versuchen, dem Allergen aus dem Weg zu gehen. Wer beispielsweise allergisch auf Pollen reagiert, sollte an pollenfreien Tagen möglichst viel Zeit im Freien verbringen und an pollenreichen Tagen in geschlossenen Räumen bleiben.

Wer sich nicht vollständig vor dem Allergen schützen kann, sollte versuchen, die Symptome mit Medikamenten zu lindern. Antihistaminika blockieren die Wirkung des Histamins, das für die meisten Allergiesymptome verantwortlich ist. Es gibt sowohl verschreibungspflichtige als auch rezeptfreie Antihistaminika. Corticosteroide wirken entzündungshemmend und können ebenfalls helfen, die Symptome einer Allergie zu lindern.

In schweren Fällen kann es notwendig sein, ein Notfallmedikament wie Epinephrin (auch als Adrenalin bekannt) zu verwenden. Epinephrin sollte jedoch nur angewendet werden, wenn andere Behandlungsmethoden nicht erfolgreich sind oder wenn Sie unter einer lebensbedrohlichen Reaktion leiden.

Einige Menschen entscheiden sich auch dafür, regelmäßig Immuntherapien (auch als Hyposensibilisierung bekannt) durchzuführen. Dabei wird das Immunsystem allmählich an das Allergen gewöhnt, sodass es irgendwann keine allergischen Reaktionen mehr auslöst. Immuntherapien sind jedoch langwierig und müssen über einen Zeitraum von mehreren Jahren durchgeführt werden.

Fazit: Allergien sind ein lösbares Problem

Allergien sind ein weitverbreitetes Problem, das jedoch in den Griff zu bekommen ist. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man mit ihnen umgehen kann. Zunächst sollte man die Allergie erkennen und herausfinden, welche Substanz der Auslöser für das Problem ist. Dann kann man versuchen, sich dieser Substanz möglichst zu entziehen.

In vielen Fällen ist es allerdings notwendig, Medikamente einzunehmen, um die Symptome der Allergie zu lindern. Es ist wichtig, dass man sich gut informiert und die Behandlung der Allergie richtig angeht, damit man möglichst wenig unter ihr leiden muss.