Vermitteln Nachbildungen falsches Bild?

Peta USA: Tierschützer wollen Karussellpferde abschaffen

12.2.2024, 16:42 Uhr
 Peta-Aktivisten in den USA lehnen Tierfiguren auf Fahrgeschäften ab.

© imago images/Petra Schneider, NNZ  Peta-Aktivisten in den USA lehnen Tierfiguren auf Fahrgeschäften ab.

Im Kreis laufende Ponys, von einem johlendem Kind nach dem anderen bestiegen, sind "Tierquälerei mit Profit", findet Peta Deutschland, und hat dies bereits vor Jahren öffentlich verurteilt. Nicht auf lebende, sondern nachgebildete Tiere aus Porzellan, Plastik oder Holz bezieht sich hingegen ein Schreiben von Peta USA an den größten Hersteller von Fahrgeschäften: Tiere sollen demnach kein Teil von Karussells mehr sein.

Problematisch ist laut Peta, dass die Verwendung der künstlichen Tiere bei Menschen ein falsches Bild erzeugen könnten, heißt es in dem Brief an Aaron Landrum, Präsident und CEO des Unternehmens Chance Rides. "Vergnügungsparks meinen es natürlich nicht so, aber diese Karussells geben Kindern das Gefühl, dass es normal ist, Tiere nur zu unserem Vergnügen zu benutzen", schlossen sich laut Frankfurter Rundschau auch die Aktivisten eines niederländischen Peta-Ablegers der Forderung an.

Es sei ein Problem, dass Tiere zur Unterhaltung eingesetzt werden, erklärt Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei Peta in Deutschland, den Vorstoß. Er kritisierte, dass Touristen zum Beispiel in Ägypten auf Kamelen oder in Thailand auf Elefanten reiten. Einige Menschen hätten schon als Kinder gelernt, dass es in Ordnung sei, so mit Tieren umzugehen, sagt Höffken. Etwa durch besagte Karusselle mit Tieren. Da Aufklärung schon bei den Kleinen anfange, sei es richtig, hier anzusetzen. Kinder könnten zum Beispiel in einem Auto oder auf anderen Gegenständen sitzen, aber nicht auf Tieren.

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